Ermittlungen laufen
Neues Mega-Bauwerk: Hongqi-Brücke in China kollabiert nach Erdrutsch
Aktualisiert:
von dpaBeim Einsturz der Brücke ist niemand verletzt worden.
Bild: Reuters
Verformungen am Berghang, Risse im Asphalt - dann geht es schnell: Im Südwesten China stürzt eine Autobahnbrücke plötzlich ein. Wie kam es dazu?
Das Wichtigste in Kürze
Im Südwesten Chinas ist nach einem Erdrutsch ein Teil der neuen Hongqi-Autobahnbrücke in der Provinz Sichuan eingestürzt.
Verletzt wurde niemand, da die Brücke wegen zuvor entdeckter Risse bereits gesperrt war.
Die Behörden ermitteln nun die genauen Ursachen des Einsturzes nahe dem im Bau befindlichen Wasserkraftwerk Shuangjiangkou.
Nach einem Erdrutsch ist im Südwesten Chinas eine neue Brücke eingestürzt. Ein Teil der mehr als 750 Meter langen Autobahnbrücke Hongqi (rote Fahne) brach an einer der beiden Flussuferseiten ein, wie die Behörden der Stadt Barkam in der Provinz Sichuan mitteilten. Verletzt wurde bei dem Vorfall am Dienstagnachmittag (11. November, Ortszeit) demnach niemand, weil die Brücke bereits für den Verkehr gesperrt war.
In Chinas sozialen Medien und im chinesischen Staatsfernsehen waren Aufnahmen zu sehen, wie Pfeiler in Ufernähe nachgaben und ein Teil der Brücke abriss. Anschließend stieg eine dichte Staubwolke auf.
Risse im Asphalt
Wie die Behörden weiter erklärten, hatte sich der Berghang nahe der Brücke vor dem Unglück bereits verformt. Bei einer Kontrolle am Montag (11. November) seien dann Risse in der Fahrbahn entdeckt worden. In der Folge wurde die Brücke auf dem Abschnitt der Autobahn 317 zunächst auf unbestimmte Zeit gesperrt. Der Verkehr wurde umgeleitet.
Die Hongqi-Brücke liegt unweit des im Bau befindlichen Wasserkraftwerks Shuangjiangkou im autonomen Bezirk Ngawa der Tibeter und Qiang. Das 172 Meter hohe Bauwerk überspannt den dort durchlaufenden Dadu-Fluss. Nach Angaben der Baufirma wurde erst im Januar dieses Jahres die Lücke in der Brückenmitte geschlossen und damit der Bau fertigstellt. Weitere Ermittlungen zum Brückeneinsturz laufen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.
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