Im Hochland
Neue Flutwelle in Nepal: Brücken und Gebäude weggerissen
Veröffentlicht:
von Michael Reimers:newstime
Schwere Sturzflut in Nepal
Videoclip • 01:28 Min • Ab 12
Ein Erdrutsch hat in Nepal eine Sturzflut im Fluss Budhigandaki ausgelöst. Menschen werden evakuiert, es gibt Meldungen über erste Vermisste.
Eine Flutwelle im Hochland Nepals hat Dutzende Gebäude mitgerissen sowie Schäden an Straßen, Brücken und Wasserkraftwerken angerichtet. Das meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Mindestens fünf Menschen würden vermisst, teilte die nationale Katastrophenschutzbehörde mit.
Die Behörden brachten demnach mehrere von der Außenwelt abgeschnittene Familien mit Hubschraubern aus der Gefahrenzone in Sicherheit. Ausgelöst wurde die Flutwelle im Fluss Budhigandaki durch einen Erdrutsch, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Der Fluss entspringt im nördlichen Teil der an der chinesischen Grenze liegenden Verwaltungszone Gandaki im Himalaya-Gebirge.
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Hunderte Such- und Bergungskräfte waren den Angaben zufolge im Einsatz, um nach vermissten Menschen zu suchen. Die Bewohner:innen der betroffenen Region erhielten Alarmhinweise, nachdem es am frühen Morgen (Ortszeit) erste Berichte über eine herannahende Flutwelle gegeben hatte. Die Wassermassen richteten nach Angaben der Polizei größere Infrastrukturschäden an. In den sozialen Medien zirkulierten Videos, die unter anderem zeigten, wie Gebäude und Brücken weggerissen wurden.
Der Budhigandaki ist Teil des Trishuli-Narayani-Flusssystems, an dem Ende August eine Sturzflut aus den Gletschergebieten des Himalaya katastrophale Auswirkungen auf die Umgebung hatte. Etwa 1.450 Menschen kamen dabei alleine in Nepal ums Leben. Mehr als 5.500 Menschen gelten immer noch als vermisst. Als Auslöser gilt ein Abbruch großer Mengen an Gletschereis und Felsgestein.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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