NRW
Nach Brückenschock in Bonn: Stadt plant Gratis-ÖPNV im Juni
Veröffentlicht:
von Max Strumberger:newstime
Vollsperrung der Nordbrücke in Bonn
Videoclip • 01:44 Min • Ab 12
Nach der abrupten Sperrung der Nordbrücke steht Bonn unter Druck. Die Stadt will Pendler nun mit einem kostenlosen Nahverkehrsangebot zum Umsteigen bewegen.
Das Wichtigste in Kürze
Bonn sucht nach der Sperrung der Nordbrücke einen Ausweg aus dem Dauerstau.
Jetzt plant die Stadt ein ungewöhnliches Entlastungspaket.
Kostenloser Nahverkehr, zusätzliche Shuttlebusse und mehr Raum für den Autoverkehr sollen das Verkehrschaos lösen.
Die plötzliche Sperrung der Bonner Nordbrücke hat die Stadt und das Umland in ein massives Verkehrschaos gestürzt. Seit dem Ausfall der wichtigsten Ost-West-Verbindung über den Rhein sind Straßen, Zufahrten und die übrigen Brücken stark überlastet. Vor allem Pendler:innen bekommen die Folgen seit dem ersten regulären Werktag nach der Sperrung deutlich zu spüren.
Jetzt will die Stadt Bonn mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket gegensteuern. Kern der Pläne ist ein vorübergehend kostenloser öffentlicher Nahverkehr bis Ende Juni. Damit sollen möglichst viele Menschen ihr Auto stehen lassen und auf Busse und Bahnen umsteigen. Oberbürgermeister Guido Déus betonte zugleich, dass Erstattungen für bestehende Abos wie das Deutschlandticket nicht vorgesehen seien, auch wegen der angespannten Finanzlage der Stadt.
So will Bonn das Verkehrschaos lösen
Zusätzlich soll das Park-and-Ride-Angebot deutlich ausgeweitet werden. Bereits gestartet ist ein Angebot an der Festwiese von Pützchens Markt mit Shuttle zur Stadtbahn. Weitere Flächen sind unter anderem am Landesbehördenhaus an der Olof-Palme-Allee, in Bonn-Ramersdorf sowie am Telekom Dome auf dem Hardtberg vorgesehen. Auch zusätzliche Shuttle- und Schnellbusverbindungen sollen helfen, den innerstädtischen Verkehr zu entlasten.
Auch in den News:
Adenauerallee wieder vierspurig
Parallel prüft Bonn Änderungen auf den Straßen. So soll die Adenauerallee wieder vierspurig für den Verkehr nutzbar werden, während der Radverkehr am Rhein entlang geführt werden könnte. Auch weitere Sonder- und Umweltspuren stehen auf dem Prüfstand. Zugleich soll der Nahverkehr an entscheidenden Stellen Vorrang bekommen, etwa durch eine eigene Trasse für die Linie 66 in Beuel. Außerdem sollen geplante Baustellen möglichst verschoben werden, um die Lage nicht weiter zu verschärfen.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Der Westen
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