Aussagen zweier Frauen
Missbrauchsermittlungen gegen Julio Iglesias: Sänger wehrt sich, Vorwürfe seien "absolut falsch"
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von Jana WejkumIglesias lebt seit Langem zurückgezogen in der Karibik. (Archivfoto)
Bild: How Hwee Young/EPA/dpa
Nach den Aussagen zweier mutmaßlicher Opfer ermittelt die Staatsanwaltschaft in Madrid. Der Schlagerstar empfindet die Vorwürfe als "schwere Beleidigung".
Der spanische Schlagersänger Julio Iglesias ist empört über die Anschuldigungen ihm gegenüber. Auf Instagram schrieb der 82-Jährige: "Ich bestreite, jemals eine Frau missbraucht, unter Druck gesetzt oder respektlos behandelt zu haben. Diese Anschuldigungen sind absolut falsch und machen mich sehr traurig."
Iglesias wird von zwei ehemaligen Angestellten vorgeworfen, sich ihnen gegenüber sexuell übergriffig, beleidigend und gewalttätig verhalten zu haben. Sie sprachen gegenüber der spanischen Digitalzeitung "elDiario.es" und dem spanischsprachigen US-TV-Sender Univisión Noticias von Zwangsarbeit "in einem Umfeld ständiger Kontrolle und Belästigung".
Iglesias spricht von "Boshaftigkeit" – Staatsanwaltschaft ermittelt
Iglesias zufolge entbehren die Anschuldigungen jeglicher Grundlage. "Ich habe noch nie so viel Boshaftigkeit erlebt", behauptet der Sänger. Er besitze dennoch die Kraft, "die Menschen über die ganze Wahrheit zu informieren und meine Würde angesichts einer so schweren Beleidigung zu verteidigen".
Die Staatsanwaltschaft in Madrid ermittelt mittlerweile gegen Iglesias. Es sei Anzeige bei der Staatsanwaltschaft am Nationalen Gerichtshof in Madrid eingereicht worden, gab die Behörde gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bekannt. Weitere Details werde sie zum Schutz der Opfer nicht nennen. Auch Iglesias hatte Medienanfragen unbeantwortet gelassen.
Auch in den News:
Mutmaßliche Opfer: Iglesias habe ihr "Leben zerstört"
Wie spanische Medien berichten, handelt es sich bei den betroffenen Frauen um eine Physiotherapeutin und eine frühere Haushaltshilfe, die früher für Iglesias gearbeitet haben. Die vorgeworfenen Taten hätten sich vor fünf Jahren in zwei Villen in Punta Cana in der Dominikanischen Republik sowie in Lyford Cay auf den Bahamas ereignet.
Videoaufnahmen der mutmaßlichen Opfer zeigen anonymisiert, wie diese zum Teil weinend Details von schrecklichen Erfahrungen berichten. Der Sänger habe ihr "Leben zerstört". Bekannte und Ärzte bestätigten die Aussagen der Frauen.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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