200 Menschen in Quarantäne

Lungenpest in Russland: 28-jährige Laborantin gestorben

Veröffentlicht:

von Fabia Söllner

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Berufskrankheit durch Pestizide: Neue Regelung für Tausende Beschäftigte

Videoclip • 01:14 Min • Ab 12


Eine 28-jährige Mitarbeiterin eines Anti-Pest-Instituts im russischen Irkutsk ist nach einer Infektion mit Lungenpest gestorben. Rund 200 Kontaktpersonen sitzen in Quarantäne.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine 28-jährige Laborantin ist in Irkutsk nach einer Infektion mit der Lungenpest gestorben.

  • Rund 200 mögliche Kontaktpersonen wurden isoliert und werden medizinisch überwacht.

  • Wie sich die Frau mit dem Pesterreger infizierte, ist bislang nicht abschließend geklärt.

Ein tragischer Todesfall sorgt derzeit in Sibirien für Aufsehen: Eine junge Laborantin des Anti-Pest-Instituts im russischen Irkutsk ist Anfang Oktober nach einer schweren Infektion gestorben. Russische und internationale Medien berichten von einer Erkrankung an Pest. Der Chef der benachbarten Republik Burjatien bestätigte öffentlich, dass es sich um die Infektionskrankheit gehandelt habe, wie unter anderem die "Bild" berichtete.

Das Institut in Irkutsk beschäftigt sich unter anderem mit gefährlichen Infektionserregern und der Überwachung natürlicher Seuchenherde in Sibirien.

Ermittlungen zur Todesursache dauern an

Nach bisherigen Medienberichten war die Frau 28 Jahre alt und arbeitete als Labormitarbeiterin. Über die genaue Ursache ihrer Infektion kursieren allerdings unterschiedliche Darstellungen.

Einigen Berichten zufolge könnte während der Arbeit ein Gefäß mit dem Pesterreger Yersinia pestis beschädigt worden sein. Andere Quellen bringen die Erkrankung mit einem beruflichen Aufenthalt in einem Gebiet in Verbindung, in dem natürliche Pestherde vorkommen. Eine offizielle, abschließende Erklärung zur Infektionsquelle liegt bislang nicht vor.

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200 Personen in Quarantäne

Die Mitarbeiterin wurde Ende September in ein Krankenhaus in Schelechow südwestlich von Irkutsk eingeliefert. Ihr Gesundheitszustand soll sich dort massiv verschlechtert haben. Trotz intensivmedizinischer Behandlung und künstlicher Beatmung starb sie am 2. Oktober.

Nach Bekanntwerden des Falls reagierten die Behörden mit umfangreichen Schutzmaßnahmen. Bereiche des Krankenhauses wurden abgeschirmt, mögliche Kontaktpersonen ermittelt und medizinisch überwacht. Nach übereinstimmenden Berichten handelt es sich um annähernd 200 Menschen, die mit der Erkrankten in Kontakt gekommen sein könnten. Bislang wurden bei den überwachten Personen demnach keine weiteren Erkrankungen festgestellt.


Verwendete Quellen:

Bild: "Russische Laborantin (28) an Pest gestorben"

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