Situation eskaliert

Schlossbesucher in Laubach mit Messer bedroht: Polizei schießt Mann nieder

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

:newstime

So arbeitet die Polizei in Deutschland

Videoclip • 01:46 Min • Ab 12


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Am Schloss im hessischen Laubach bedroht ein Mann einen Besucher mit einem Messer. Mehrere Polizeiwagen rücken an – dann eskaliert der Einsatz.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im hessischen Laubach hat die Polizei einen Mann niedergeschossen.

  • Zuvor bedrohte er einen Schlossbesucher mit einem langen Messer.

  • Als die Beamt:innen eintrafen, eskalierte die Situation.

In Laubach im hessischen Landkreis Gießen ist ein Einsatz eskaliert, in dessen Folge die Polizei auf einen Mann schoss. Der Vorfall ereignete sich im Laubacher Schlosspark. Der Verdächtige soll zuvor in der Grünanlage einen anderen Mann mit einem großen Messer bedroht haben.

Mann in Laubach mit Messer bedroht – Polizei schießt auf Verdächtigen

Am Mittwochabend (10. Juni) wählte ein Passant gegen 20.15 Uhr den Notruf und gab an, von einem Mann mit einem Messer bedroht worden zu sein, teilte das Polizeipräsidium Mittelhessen mit. Sofort rückten mehrere Streifenwagen aus, da der Passant angegeben hatte, der Verdächtige befinde sich noch im Schlosspark und trage das Messer weiter bei sich.

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Die Polizisten entdeckten den Verdächtigen noch im Park. Dann muss die Situation eskaliert sein. Was genau geschah, wurde nicht beschrieben. Im Bericht heißt es lediglich: "Im Verlauf setzte die Streife ein Distanzelektroimpulsgerät (Taser, Anm. d. Red.) sowie die Schusswaffe gegen den Mann ein." Wie oft geschossen wurde, teilten die Beamt:innen nicht mit.


Ermittlung gegen Polizei wegen Schusswaffengebrauchs

Der Verdächtige erlitt Verletzungen am Bein und wurde nach Erste-Hilfe-Maßnahmen der Polizist:innen vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr besteht den Angaben der Polizei zufolge nicht. Außer dem Mann wurde niemand weiter verletzt.

Gegen den Verdächtigen mit dem Messer wird nun ermittelt. Zudem leitete die Staatsanwaltschaft Gießen, wie in solchen Fällen üblich, ein Verfahren zum Schusswaffeneinsatz der Polizei ein. Im März beschäftigte die hessische Polizei ein Gewaltverbrechen in einem Bistro in Raunheim. Einige Wochen später ereignete sich ein tragischer Arbeitsunfall mit vier Toten in Runkel.


Verwendete Quellen:

Mitteilung des Polizeipräsidiums Hessen

Nachrichtenagentur dpa

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