Einwanderung
Japan macht den Daueraufenthalt 20-mal teurer
Aktualisiert:
von Michael Reimers:newstime
Japan erhöht Gebühr für dauerhaftes Aufenthaltsrecht drastisch
Videoclip • 01:13 Min • Ab 12
Wer in Japan dauerhaft bleiben will, zahlt künftig rund 1.100 Euro statt bisher 55 Euro. Hinzu kommen neue Anforderungen an Einkommen, Rente und Sprachkenntnisse.
Japan hat die Gebühr für eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis drastisch erhöht: Statt bisher rund 10.000 Yen werden laut mehreren Medienberichten künftig 200.000 Yen fällig, umgerechnet etwa 1.100 Euro. Das entspricht einer Verzwanzigfachung. Zusätzlich müssen Antragstellende künftig neue Vorgaben bei Einkommen, Rentenbeiträgen und japanischen Sprachkenntnissen erfüllen.
Auch in den News:
Japan ist auf Zuwanderung angewiesen
Die Maßnahme ist Teil einer Reihe von Verschärfungen in der japanischen Einwanderungspolitik unter der als stramm konservativ geltenden Premierministerin Sanae Takaichi. Hintergrund ist das rasche Wachstum der ausländischen Bevölkerung: Ende 2025 lebten gut 4,12 Millionen Menschen ohne japanischen Pass im Land, ein Zuwachs von 9,5 Prozent innerhalb eines Jahres und damit ein Höchstwert. Japan ist auf die Zuwanderung angewiesen. Die Bevölkerung schrumpft und altert, viele Branchen suchen händeringend Personal.
Takaichi, Japans erste Frau an der Spitze, hat das Thema seit ihrem Amtsantritt im Oktober vergangenen Jahres zu einer ihrer Prioritäten gemacht. Die neuen Regeln seien nötig, um die wachsende Sorge der japanischen Bevölkerung über den Zuzug aus dem Ausland zu dämpfen, erklärte sie auf der Plattform X.
Verwendete Quellen:
New York Times: "Japan Raises Residency Fees 2,000 Percent Amid 'Anxiety' Over Foreigners"
BBC: "Japan raises permanent residency fee by 20 times"
X
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