Drama im Atlantik

Hantavirus: Deutscher unter Toten auf Kreuzfahrtschiff

Aktualisiert:

von dpa

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Hantavirus: Drei Tote auf Kreuzfahrt

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Die WHO meldet mehrere Todesfälle einer Atemwegserkrankung auf einer Atlantik-Kreuzfahrt. Darunter ist auch ein Deutscher. Das Virus wird durch Nagetier-Kot übertragen, in seltenen Fällen auch von Mensch zu Mensch.

Deutscher unter Toten nach Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff

Auf einem kleinen Kreuzfahrtschiff im Atlantik sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) drei Menschen mutmaßlich nach einer Infektion mit dem Hantavirus gestorben. Unter den Toten ist auch ein Deutscher, wie die niederländische Reederei "Oceanwide Expeditions" inzwischen bestätigte Der Mann sei schon am 2. Mai gestorben. Bei den beiden anderen Toten handelt es sich den Angaben nach um ein Ehepaar aus den Niederlanden. Weitere drei Personen seien infiziert, eine von ihnen werde in Südafrika intensivmedizinisch betreut, teilte die WHO in Genf auf der Plattform X mit. Erst kürzlich war es auf einem anderen Kreuzfahrtschiff ebenfalls zu einem Todesdrama gekommen.

Der Hantavirus kann bei Menschen zu Fieber und schweren Atemwegserkrankungen führen. Infektionen können bei Kontakt mit den Ausscheidungen von Nagetieren passieren. In seltenen Fällen wird der Erreger auch von Mensch zu Mensch übertragen, hieß es von der WHO.

Bislang ein Fall im Labor nachgewiesen

Bislang wurde einer der Fälle auf dem Schiff in einem Labor nachgewiesen, die restlichen Infektionen gelten als Verdachtsfälle. Die restlichen Passagiere und die Crew würden medizinische Unterstützung erhalten, hieß es von der WHO. Eine detaillierte epidemiologische Untersuchung sei im Gange. 

Laut einem Bericht der BBC handelt es sich um das Schiff "Hondius". Laut dem Fahrplan des Schiffes war die "Hondius" von Ushuaia im Süden Argentiniens aufgebrochen. Nach Angaben verschiedener Ortungs-Websites befand sich das Schiff zuletzt vor seinem Zielhafen auf Kap Verde.

Das Schiff des Betreibers Oceanwide Expeditions hat für 170 Passagiere und etwa 70 Besatzungsmitglieder Platz.

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