Als erstes Bundesland
Polizeiwagen in Hamburg fahren künftig mit blauem Präsenzlicht
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von dpaPolizeivizepräsident Mirko Streiber und André Martens, stellvertretender Leiter der Hamburger Schutzpolizei (von links), stellen das sogenannte Polizeiliche Präsenzlicht vor.
Bild: Christian Charisius/dpa
Permanent leuchtendes Blaulicht soll an Hamburger Streifenwagen für mehr Aufmerksamkeit und ein höheres Sicherheitsgefühl der Bürger:innen sorgen. Mit dieser Neuerung nimmt die Hansestadt eine Vorreiterrolle in Deutschland ein.
Das Wichtigste in Kürze
Als einzige Landespolizei nutzt die Hamburger Polizei fortan auf allen Fahrten ein Präsenzlicht.
Das blaue Licht wird bereits in Ländern wie Frankreich, Spanien oder den USA eingesetzt.
Das blinkende Blaulicht während eines Einsatzes sowie das Martinshorn werden weiterhin verwendet.
Die Streifenwagen der Hamburger Polizei bekommen ein neues Licht. Polizeivizepräsident Mirko Streiber stellte zusammen mit dem stellvertretenden Leiter der Schutzpolizei, André Martens, das sogenannte Polizeiliche Präsenzlicht (PPL) vor.
Das dauerhaft leuchtende und nicht blinkende Blaulicht auf dem Dach soll mehr Sichtbarkeit für die Streifenwagen der Hansestadt schaffen. Die Polizei Hamburg nehme damit eine Vorreiterrolle ein, da sie bislang die einzige Landespolizei sei, die dieses Licht nutze, sagte Streiber.
Neues Blaulicht gehört bald zum Hamburger Stadtbild
Der Polizeivizechef sagte, dass das blaue Licht bereits in Ländern wie Frankreich, Spanien oder den USA eingesetzt werde. Diesem Beispiel will die Polizei in Hamburg folgen und wird das Präsenzlicht fortan nutzen. "Man muss sich an das neue Licht gewöhnen. Als ich es im Urlaub an Streifenwagen anderer Länder gesehen habe, war das für mich auch neu. Wir sind aber zuversichtlich, dass die Bürger das schnell annehmen", betonte Streiber.
Um Verwechslungen mit dem klassischen Blaulicht zu verhindern, wird das neue Licht dauerhaft eingeschaltet, sobald die Beamten losfahren. Zudem ist die Lichtstärke auf rund 30 Prozent der normalen Helligkeit gedimmt. Martens sagt: "In der Anfangsphase werden von den Bürgern wahrscheinlich mehr Fragen gestellt. Bald wird das Präsenzlicht jedoch ganz normal zum Stadtbild gehören".
Zunächst im Westteil der Stadt, bald überall präsent
Wichtig ist laut Martens, dass die Bürger:innen das neue Licht vom klassischen Licht bei Polizeieinsätzen unterscheiden können. Daher habe man auch auf Unterschiede bei der Gestaltung geachtet. Die Polizei will die Bevölkerung weiterhin über die Einführung des neuen Lichts informieren, um Fehlinterpretationen bei Verkehrsteilnehmer:innen zu verhindern.
Am klassischen Blaulicht während eines Einsatzes ändert sich laut Martens nichts. Dies bedeutet weiterhin, dass Bürger dem Streifenwagen "freie Bahn" machen müssen. Auch das Martinshorn bleibe unverändert. Zunächst wird das Präsenzlicht in den westlichen Bezirken der Stadt eingesetzt und anschließend in den kommenden Wochen in ganz Hamburg eingeführt.
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