Mordprozess beginnt

Verschwinden, Leichenfund, Anklage: Die Chronologie im Fall Fabian

Aktualisiert:

von Emre Bölükbasi

:newstime

Mordprozess im Fall Fabian beginnt

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Fabian (8) verschwindet spurlos aus seiner Wohnung in Güstrow. Tage später wird seine Leiche gefunden. Nun startet der Mordprozess gegen die Tatverdächtige. Die Ereignisse im Überblick – vom Verschwinden bis zur Anklage.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der vermisste achtjährige Fabian aus Güstrow wurde nach tagelanger Suche tot aufgefunden – die Ermittler:innen gehen von einem Gewaltverbrechen aus.

  • Eine Sonderkommission arbeitete mit Hochdruck an der Aufklärung des Falls.

  • Ab Dienstag (28. April) steht die 30-jährige Tatverdächtige wegen Mordverdachts vor Gericht.

Es ist ein Fall, der ganz Deutschland erst hoffen ließ – und dann schockierte: Am 10. Oktober 2025 verschwand der achtjährige Fabian aus Güstrow. Nach tagelanger Suche wurde seine Leiche gefunden.

Die Polizei geht davon aus, dass Fabian bereits am Tag seines Verschwindens getötet wurde. Das Zeitfenster für die Tat wird auf den 10. Oktober zwischen 11 und 15 Uhr eingegrenzt. Der Leichnam wurde vermutlich zur Verschleierung von Spuren am Fundort angezündet.

Am Dienstag (28. April) beginnt vor dem Landgericht Rostock der Prozess gegen die 30-jährige Tatverdächtige, die in Untersuchungshaft sitzt. Ihr wird heimtückischer Mord vorgeworfen.

Was wurde bislang rund um den Fall entdeckt und wie ist der aktuelle Stand? Eine Übersicht.

Fabian verlässt Wohnung – und kehrt nicht zurück

  • 10. Oktober: Wegen Unwohlseins ging Fabian nicht zur Schule und blieb allein zu Hause. Als seine Mutter von der Arbeit zurückkam, war ihr Sohn nicht mehr da. Nach eigenen Suchversuchen meldete sie ihn als vermisst.

In den folgenden Tagen suchten mehr als 100 Polizeikräfte, unterstützt von Feuerwehr, Rettungshundestaffeln, Hubschraubern und Taucher:innen nach dem vermissten Kind. Spürhunde konnten Fabians Spur zunächst bis zum Güstrower Omnibusbahnhof verfolgen, bevor sie sich verlor.

  • 14. Oktober: Eine Spaziergängerin entdeckte die Leiche des Jungen an einem Tümpel bei Klein Upahl, etwa 15 Kilometer von Güstrow entfernt

  • 17. Oktober: Eine DNA-Analyse bestätigte offiziell die Identität des Kindes als Fabian. Das vorläufige Obduktionsergebnis zeigte, dass der Junge Opfer eines Gewaltverbrechens wurde.

  • 21. Oktober: Eine erweiterte Mordkommission der Kriminalpolizeiinspektion Rostock übernahm die Ermittlungen.

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  • 30. Oktober: In der Kirche St. Marien in Güstrow findet ein Trauergottesdienst für Fabian statt. Hunderte Menschen nehmen teil.

  • 5. November: Der Fall wird in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... Ungelöst" ausgestrahlt. Mehr als 30 Hinweise gehen bei den Ermittler:innen ein.

  • 6. November: Um 6 Uhr durchsucht die Polizei mit rund 120 Kräften mehrere Objekte in Reimershagen und Rum Kogel. Eine Frau wird unter dringendem Mordverdacht verhaftet, ein Geländewagen – ein Ford Ranger in orange – beschlagnahmt.

  • 7. November: Am Amtsgericht Rostock verkündet der Ermittlungsrichter der Beschuldigten einen Haftbefehl wegen des dringenden Mordverdachts. Die Frau kommt in Untersuchungshaft und macht keine Angaben zur Sache.

  • 20. November: Die Ermittler:innen wenden sich erneut an die Öffentlichkeit und bitten um Hinweise zum orangefarbenen Ford Ranger der Tatverdächtigen.

  • 24. November: Der Anwalt der Beschuldigten, Andreas Ohm, stellt einen Haftprüfungsantrag. Er begründet dies damit, dass die Haftgründe nur auf Indizien beruhten.

  • 3. Dezember: Das Amtsgericht Rostock hält einen Haftprüfungstermin ab, der Haftbefehl gegen die Tatverdächtige wird bestätigt. Der Anwalt kündigt an, Beschwerde beim Landgericht Rostock einzulegen.

  • 5. Dezember: Rund 25 Ermittler:innen durchsuchen erneut eine Wiese nahe dem Fundort bei Klein Upahl, allerdings ohne neue Erkenntnisse.

  • 9. Dezember: Die Haftbeschwerde des Anwalts geht beim Amtsgericht Rostock ein.

  • 16. Dezember: Die Staatsanwaltschaft gibt bekannt, dass frühestens im März 2026 mit einem Abschluss der Ermittlungen gerechnet wird. Hunderte von Spuren müssen noch ausgewertet werden.

  • 19. Dezember: Das Landgericht Rostock weist die Beschwerde des Anwalts ab. Die Beschuldigte bleibt weiter in Untersuchungshaft.

Das ist seit Jahresbeginn 2026 passiert

2. März: Die Staatsanwaltschaft rechnet am 5. oder 6. März mit dem Abschluss der Ermittlungen. Ob dies auch eine Anklageerhebung bedeutet, lässt der Sprecher der Staatsanwaltschaft offen.

9. März: Fünf Monate nach Fabians Tod schließt die Staatsanwaltschaft Rostock ihre Ermittlungen ab und erhebt Anklage. Der Vorwurf gegen die Frau lautet auf heimtückischen Mord. Nach dem Ergebnis der Ermittlungen bestehe der hinreichende Verdacht, dass die Angeklagte das ihr gut bekannte Kind aus dem Haus gelockt und an einem Teich mit mindestens sechs Messerstichen getötet habe.

28. April: Vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichtes Rostock beginnt der Prozess gegen die 30 Jahre alte, in Untersuchungshaft sitzende Angeklagte. Insgesamt sind zunächst 17 Verhandlungstage bis 2. Juli angesetzt.

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Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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