Hochdruckgebiet "Pluto"
Extreme Hitzewelle in Italien: In vielen Großstädten gilt bereits Warnstufe Rot
Veröffentlicht:
von Michael ReimersItalien, Mailand: Kinder erfrischen sich in einem Brunnen.
Bild: Luca Bruno/AP/dpa
Italien leidet derzeit unter besonders hohen Temperaturen. Extremwerte von 40 Grad Celsius werden erwartet. Für zahlreiche Städte wurde bereits die höchste Warnstufe ausgerufen.
Das Wichtigste in Kürze
Italien erlebt aktuell und voraussichtlich noch bis Anfang Juli eine Hitzewelle.
In einigen Städten gilt deshalb bereits die höchste Warnstufe.
Betroffen sind auch touristische Touristen-Hotspots.
Das Hochdruckgebiet "Pluto" aus der Sahara beschert Italien aktuell extreme Hitze. Die gefährlich hohen Temperaturen sollen noch einige Tage anhalten, meldet der "Münchner Merkur" am Freitag (27. Juni). In zahlreichen italienischen Städten gilt demnach bereits die höchste Warnstufe 3 (rot). "Pluto" bewege sich von der afrikanischen Sahara über das Mittelmeer in Richtung Italien, heißt es weiter unter Berufung auf "ilmeteo.it".
Dem Fachportal zufolge stehen Norditalien Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius bevor. Betroffen seien insbesondere die Emilia-Romagna und das südliche Venetien, aber auch die Toskana, Umbrien und Latium.
Wie die Wetterexpert:innen weiter melden, werden bereits seit Donnerstag (26. Juni) Höchstwerte von 40 Grad Celsius in den Flachlandgebieten des Nordens, in Apulien, Sizilien und Sardinien erwartet. Auch am Freitag (27. Juni) hält die Hitze demnach landesweit an, ehe das Wochenende den vorläufigen Höhepunkt bringt.
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Schon jetzt habe Italiens Gesundheitsministerium für zahlreiche Städte die Warnstufe entsprechend angehoben. In folgenden Großstädten galt bereits am Donnerstag Stufe die Warnstufe Rot: in Bologna, Bozen, Brescia, Florenz, Perugia und Turin. Ab Freitag gilt die höchste Warnstufe zudem in Ancona, Campobasso, Frosinone und Verona sowie den touristischen Hotspots Mailand, Rom und Venedig.
Das italienische Gesundheitsministerium warnt aufgrund der "sehr hohen Temperaturen", die meist in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit, starker Sonneneinstrahlung und mangelnder Abkühlung auftrete, es könne "ein Risiko für die Gesundheit der Bevölkerung" geben.
Erst im Juli wieder Abkühlung in Sicht
Nach Prognosen von ilmeteo.it hält die Hitzewelle noch einige Tage an, bis Italien wieder auf etwas kühlere Temperaturen hoffen kann. Zwar könne Norditalien in den letzten Junitagen "dank einer leichten Bewegung der Atlantikströmungen einen schwachen Hauch weniger heißer Luft" erwarten. Für die übrigen Landesteile bringe "Pluto" jedoch noch "mindestens bis in die ersten Julitage" extreme Temperaturen mit sich.
Italien hält aktuell den Rekord für die höchste, jemals in Europa gemessene Temperatur. Wie die Weltorganisation für Meteorologie World Meteorological Organization (WMO) ermittelte, wurde in Syrakus auf der italienischen Insel Sizilien am 11. August 2023 eine Temperatur von 48,8 Grad Celsius erreicht. Zuvor hatte Griechenland den Rekord inne. Dort waren die Temperaturen 1977 in Athen und Elefsina jeweils auf 48 Grad Celsius geklettert.
Italien ist Europas Hitze-Rekordmeister
Den Weltrekord verbuchen die USA für sich. Dort wurde 1913 die bislang höchste Temperatur der Welt auf der Furnace Creek Ranch im kalifornischen Death Valley registriert: 56,7 Grad Celsius oder 134 Grad Fahrenheit.
Verwendete Quellen:
ilmeteo.it: "Meteo: Anticiclone Pluto, ecco quanto durerà questo Caldo Infernale"
World Meteorological Organization: "WMO confirms verification of new continental European temperature record"
merkur.de: "'Pluto' entfacht Hitzewelle in Italien: Höchste Warnstufe rot für zahlreiche Großstädte – Ministerium warnt"
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