Silvesternacht

Explosion bei Silvesterfeier in Schweizer Skiort – mehrere Tote

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von dpa

Der noble Skiort Crans-Montana auf 1.500 Metern Höhe.

Bild: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa


Was als festliche Nacht im Schweizer Crans-Montana begann, wurde zur Tragödie: Eine Explosion riss in der Bar "Le Constellation" zahlreiche Menschen in den Tod.

Die Explosion ereignete sich laut Polizeiangaben gegen 01:30 Uhr. In der Bar "Le Constellation Bar und Lounge" hatten über 100 Gäste den Jahreswechsel gefeiert. Dann kam es zu einer heftigen Detonation mit anschließendem Brand. Laut eines Berichts von "Bild" wurden mehrere Dutzend Menschen getötet, rund hundert weitere zum Teil schwer verletzt.

Großeinsatz mit Helikoptern – Kliniken überlastet

Die Rettungsmaßnahmen liefen in der Neujahrsnacht auf Hochtouren. Zehn Rettungshubschrauber und 40 Rettungswagen waren im Einsatz. Aufgrund der hohen Zahl an Verletzten mussten Patienten auch in Krankenhäuser außerhalb des Kantons Wallis gebracht werden.

Ein Rettungsarzt sagte dem Westschweizer Sender RTS: "Menschen wurden mit schweren Verbrennungen in umliegende Krankenhäuser gebracht." Die Kliniken vor Ort waren schnell an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen.

Ermittlungen laufen – Ursache noch unklar

Laut Kantonspolizei wurde bereits gegen 1 Uhr Rauch an der Station Crans gemeldet. "Alarmstufe Rot wurde ausgelöst. Gendarmerie und Gemeinde-Polizei kamen schnell", so der Chef der Kantonspolizei. Das betroffene Viertel wurde weiträumig abgesperrt.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Brandstiftung. Ein terroristischer Hintergrund wird bislang ausgeschlossen. Das Forensische Institut Zürich wurde mit der Untersuchung der Brandursache beauftragt. Noch ist unklar, was die Explosion auslöste – ob etwa technische Mängel oder Fremdeinwirkung eine Rolle spielten.

Ferienort Crans-Montana unter Schock

Crans-Montana im Kanton Wallis ist einer der bekanntesten Skiorte der Schweiz – beliebt bei Prominenten, Touristen und Skifans. Der Ort auf etwa 1.500 Metern Höhe verfügt über 2.600 Hotelbetten, darunter auch Luxushotels, und ein großes Skigebiet. Über die Feiertage ist die Region in der Regel ausgebucht.

Ende Januar soll dort ein Rennen des Ski-Weltcups stattfinden. Ob das Unglück Auswirkungen auf das Event hat, ist derzeit offen. Die Ermittlungen laufen weiter, genaue Opferzahlen werden im Laufe des Tages erwartet.

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