Bei Visselhövede
Zwei Erdbeben an einem Tag: Spürbare Erschütterungen in Niedersachsen
Aktualisiert:
von Max StrumbergerErdbeben sind in Niedersachsen keine Seltenheit - besonders aufgrund der dortigen Erdgasförderung.
Bild: Oliver Berg/dpa
Erdbebenserie in Niedersachsen: Bei Visselhövede sind am Mittwochabend Erschütterungen der Magnitude 2,6 registriert worden. Bereits in den frühen Morgenstunden hatte es dort ein schwächeres Beben gegeben.
Das Wichtigste in Kürze
Zwei Erdstöße an einem Tag haben die Region um Visselhövede getroffen.
Nach einem schwächeren Beben am frühen Morgen registrierte das Landesamt am Abend erneut ein Beben, diesmal der Magnitude 2,6.
Ausgelöst wurden die Erschütterungen im Umfeld der dortigen Erdgasförderung.
Niedersachsen wurde am Mittwoch (11. Februar) von zwei Erdbeben erschüttert. Im Drei-Landkreise-Eck Verden, Rotenburg (Wümme) und Heidekreis hat am Abend die Erde gewackelt. Um 20.37 Uhr registrierte das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) ein Erdbeben der Magnitude 2,6 rund zehn Kilometer südwestlich von Visselhövede. Bereits am frühen Mittwochmorgen, um 4.57 Uhr, war nahezu an derselben Stelle ein schwächeres Beben der Stärke 2,1 aufgezeichnet worden.
Nach Angaben des LBEG treten räumlich und zeitlich nahe beieinanderliegende Erdstöße immer wieder auf. Das Epizentrum des aktuellen Ereignisses lag demnach in einem Gebiet zwischen den Erdgasfeldern Hamwiede und Weissenmoor. Dort führt die Förderung von Erdgas zu Spannungen im tiefen Untergrund, die sich in Form kleinerer Beben entladen können, wenn sie impulsartig abgebaut werden.
Jedes Jahr zahlreiche Erdbeben in Niedersachsen
Bis zum späten Abend gingen beim Landesamt rund 20 Rückmeldungen von Anwohner:innen ein, die Erschütterungen bemerkt hatten. Die genaue Ursache des aktuellen Bebens wird derzeit noch ausgewertet. In den vergangenen drei Jahren wurden in dem Gebiet im Schnitt etwa fünf seismische Ereignisse pro Jahr registriert, rund ein Drittel davon oberhalb der Wahrnehmungsschwelle.
Erschütterungen ab einer Stärke von 1,9 spürbar
Erfahrungsgemäß können Menschen Erschütterungen ab einer Magnitude von etwa 1,9 wahrnehmen. Die Magnitude gilt als Messgröße für die Stärke eines Erdbebens. Das Beben vom Mittwochabend lag damit klar oberhalb dieser Wahrnehmungsschwelle und war nach Behördenangaben in der Region spürbar. Von Schäden oder gar Verletzen in dem betroffenen Gebiet ist bislang nichts bekannt.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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