Großeinsatz
Dritter Aktionstag in Hessen: Polizei geht gegen Sozialkriminalität vor
Veröffentlicht:
von Christopher Ferner17:30 SAT.1 Live Hessen und Rheinland-Pfalz
Hessen ist sicherer geworden - Polizeiliche Kriminalstatistik vorgestellt
Videoclip • 02:42 Min • Ab 12
Hessen geht erneut gegen Sozialkriminalität vor: Hunderte Beamt:innen durchsuchten Wohnungen und Geschäftsräume, stellten Bargeld und Luxusautos sicher. Das Vorgehen ist umstritten. Der Ausländerbeirat Wiesbaden hatte im vergangenen Jahr Kritik am Aktionstag geäußert.
Das Wichtigste in Kürze
Dritter Aktionstag der Polizei Hessen geht gegen Sozialkriminalität vor
Unter anderem standen der Missbrauch staatlicher Leistungen und die Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls im Fokus.
Kritik am ersten Aktionstag kam vom Wiesbadener Ausländerbeirat.
Am 20. Mai ist die hessische Polizei im Rahmen des dritten landesweiten Aktionstags erneut gegen sogenannte Sozialkriminalität vorgegangen. Laut einem Bericht der Polizei Hessen standen der Missbrauch staatlicher Leistungen, reisende Täter, die Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls sowie die Sicherung kriminell erlangter Vermögen im Fokus.
Auch in den News:
Sechs Personen wurden vorläufig festgenommen. Zudem wurden Vermögenswerte im Gesamtwert von rund 700.000 Euro gesichert, darunter etwa 76.000 Euro Bargeld, drei hochwertige Fahrzeuge sowie weitere Luxusgegenstände. Rund 650 Einsatzkräfte aus Polizei, Zoll, Gewerbe- und Ordnungsämtern, Jobcentern und Steuerfahndung waren an der Aktion beteiligt.
Der hessische Innenminister Roman Poseck (CDU) erklärte: „Wir dulden in Hessen keine rechtsfreien Räume und lassen nicht zu, dass Menschen von Sozialleistungen auf Kosten des Staates leben und gleichzeitig mit Luxusautos prahlen."
Ausländerbeirat kritisiert Vorgehen der hessischen Polizei
Bereits im Dezember 2025 sowie im Februar 2026 hatten die hessischen Sicherheits- und Kontrollbehörden bei landesweiten Aktionstagen die Bekämpfung der Sozialkriminalität in den Blick genommen.
"Bevölkerungsgruppen unter Generalverdacht gestellt".
Kritik an dem Vorgehen des ersten Aktionstags im Dezember kam vom Wiesbadener Ausländerbeirat. Laut dem Gremium hätten sich viele Ladeninhaber:innen, Anwohnende und Passant:innen über die Kontrollen empört. Es sei der Eindruck vermittelt worden, „als würden ganze Straßenzüge und Bevölkerungsgruppen unter Generalverdacht gestellt".
Verwendete Quellen:
Polizei Hessen
Wiesbadener Ausländerbeirat
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