Philippinen melden Todesopfer

China bringt zwei Millionen Menschen vor Taifun in Sicherheit

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Jahrhundert-Taifun trifft auf China und Taiwan

Videoclip • 01:19 Min • Ab 12


Am frühen Sonntagmorgen wird der Taifun "Bavi" voraussichtlich in China auf Land treffen. Er ist bereits an Japan und Taiwan vorbeigezogen. Von den Philippinen wurden mindestens 17 Tote gemeldet.

In China sind wegen des Taifuns "Bavi" fast zwei Millionen Menschen von den Behörden in Sicherheit gebracht worden. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters am (11. Juli). Der Sturm traf demnach am späten Samstagabend (Ortszeit) in der ostchinesischen Küstenstadt Taizhou auf Land. Er erreichte dem Nationalen Meteorologischen Zentrum zufolge Windgeschwindigkeiten von bis zu 144 Kilometern pro Stunde. Der Sturm schwächt sich zwar auf seinem Weg über kühlere Gewässer ab, die Behörde warnte jedoch vor extremen Regenfällen. Die Regenbänder erstrecken sich über eine Fläche von der Größe Frankreichs.

Staatlichen Medien zufolge wurden mehr als 1,7 Millionen Menschen in der Provinz Zhejiang, in der Taizhou liegt, in Sicherheit gebracht. Hinzu kamen jeweils mehr als 100.000 in der benachbarten Provinz Fujian und in Peking sowie rund 34.000 in Shanghai. Die zehn Millionen Einwohner:innen der ostchinesischen Metropole Wenzhou bereiteten sich auf die Ankunft des Sturms vor.

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Der Taifun war zuvor an Taiwan vorbeigezogen. Die dortige Regierung brachte vorsorglich mehr als 14.000 Menschen aus bergigen Regionen in Sicherheit. Fast alle Städte und Landkreise in Taiwan erklärten den Samstag wegen des Taifuns für arbeitsfrei, sodass Schulen und Behörden geschlossen blieben. Der Flugverkehr kam nahezu vollständig zum Erliegen. Rund 920 internationale Flüge wurden am internationalen Flughafen Taoyuan nahe der Hauptstadt Taipeh gestrichen. Die taiwanischen Behörden verzeichneten 113 Verletzte, zumeist durch Stürze von Zweirädern oder umherfliegende Gegenstände.

Der Taifun hatte vor seinem Weg in Richtung China die südjapanische Sakishima-Inselkette mit heftigem Regen und schweren Sturmböen getroffen. Aus Japan und Taiwan wurden zunächst keine Todesopfer bekanntgegeben. Auf den Philippinen starben jedoch 17 Menschen im Zusammenhang mit heftigem Monsunregen, der durch die Auswirkungen des Taifuns verstärkt wurde. Weitere 9 Menschen gelten weiterhin als vermisst, meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur Reuters

Nachrichtenagentur dpa

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