Ostseeküste
Buckelwal Timmy: Angebot zur Rettung durch Multimillionär abgelehnt
Aktualisiert:
von Anne FunkTimmy hat eine weitere Nacht überlebt. Der an der Ostseeküste gestrandete Buckelwal atmet weiterhin. Ein Vorschlag von privater Seite zu seiner Rettung wurde abgelehnt.
Der an der Ostseeküste gestrandete Buckelwal Timmy hat die Nacht zum Freitag (10. April) überlebt. Die Lage des Tieres sei unverändert, sagte der Sprecher des Schweriner Umweltministeriums, Claus Tantzen. "Er atmet noch", bestätigte er. Außerdem soll der Wal in der Nacht leichte Aktivitäten gezeigt haben.
Rettungsversuche sollen weiterhin mit Blick auf das Tierwohl nicht unternommen werden, sagte der Sprecher nach einer Lagebesprechung am Freitagvormittag (10. April) der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Mit Blick auf ein Angebot von privater Seite, den im Schlick liegenden Wal freibaggern zu wollen, sagte der Sprecher, es werde keine Genehmigung dafür geben. "Man würde das Tier nur weiterem Stress aussetzen und müsste davon ausgehen, dass es bei nächster Gelegenheit wieder strandet." Die Behörden haben eine 500-Meter-Schutzzone um den Wal gezogen, die nicht befahren werden darf.
Hinter dem Angebot steckt laut einem Bericht der "Bild" der Multimillionär Walter Gunz. Er habe vorgeschlagen, Timmy mit einem Bagger freizuschaufeln, und wolle das Vorhaben finanzieren. Auf die Ablehnung habe Gunz mit der Aussage reagiert, er müsse mit seinem Anwalt besprechen, was noch machbar sei, so "Bild".
Wal liegt im Sterben
Fachleuten zufolge liegt das Tier im Sterben. Der Wal reagiere nicht mehr auf Boote, was laut Bianca König von der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) Deutschland ein Zeichen für den Sterbeprozess sei.
Am Dienstag (7. April) hatte Umweltminister Till Backhaus (SPD) auf Grundlage eines wissenschaftlichen Gutachtens entschieden, den Wal in Ruhe sterben zu lassen. Diese Entscheidung wird auch von dem International Whaling Commission Strandings Expert Panel (IWC SEP) unterstützt. Es betont auch, dass das Tier durch weitere Rettungsversuche nur mehr leiden würde.
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