Großbritannien
Brandanschlag auf Krankenwagen in London: Polizei prüft antisemitisches Hassverbrechen
Veröffentlicht:
von Jacqueline BittlNach dem Vorfall in Nordwest-London sind nur noch verkohlte Überreste der Krankenwagen übrig.
Bild: REUTERS/Hannah McKay
In einem jüdisch geprägten Londoner Viertel gehen nachts mehrere Rettungswagen in Flammen auf. Die Polizei ermittelt wegen eines mutmaßlich antisemitischen Brandanschlags – Anwohner:innen mussten ihre Häuser verlassen.
Nach einem nächtlichen Feuer im Londoner Bezirk Barnet ermittelt die Polizei wegen des Verdachts eines antisemitisch motivierten Brandanschlags. Wie die Polizei mitteilte, wurden vier Krankenwagen eines Rettungsdienstes der jüdischen Gemeinde in Brand gesetzt. Die Tat werde als antisemitisches Hassverbrechen behandelt, Festnahmen gab es zunächst nicht.
Auch in den News:
Oberrabbiner spricht von einem "besonders abscheulichen Angriff"
Der Vorfall ereignete sich im Stadtteil Golders Green, einer Gegend mit hohem Anteil jüdischer Einwohner:innen. Einsatzkräfte wurden in der Nacht zum Montag (23. März) alarmiert. Vorsorglich wurden mehrere angrenzende Wohnhäuser evakuiert.
Verletzt wurde nach Angaben der Behörden niemand, die Brände wurden gelöscht. Die leitende Polizeibeamtin Sarah Jackson erklärte, man gehe derzeit von drei Tatverdächtigen aus.
Auch politisch und gesellschaftlich löste der Vorfall scharfe Reaktionen aus. Premierminister Keir Starmer bezeichnete den Brandanschlag als zutiefst schockierend und betonte, Antisemitismus habe "keinen Platz in unserer Gesellschaft".
Er rief Zeug:innen auf, sich bei der Polizei zu melden. Der britische Oberrabbiner Ephraim Mirvis sprach von einem "besonders abscheulichen Angriff", der sich "nicht nur auf die jüdische Gemeinschaft" richtet, "sondern auf die Werte, die wir als Gesellschaft teilen".
Die Feuerwehr teilte mit, dass mehrere Gasflaschen an den Rettungswagen explodiert seien. Durch die Druckwellen sind in einem benachbarten Wohnblock Fenster zu Bruch gegangen. Rund 40 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Auch die Polizei berichtete von Explosionen, sie geht derzeit davon aus, dass diese durch die Gasflaschen ausgelöst wurden.
Die Ermittler:innen werten derzeit Aufnahmen von Überwachungskameras aus. Zudem seien Videos in sozialen Netzwerken bekannt, die nun geprüft würden. Man sei sich bewusst, dass der Vorfall in der lokalen Bevölkerung große Verunsicherung auslöse, erklärte Jackson. Als Reaktion wolle die Polizei ihre Präsenz in dem Viertel erhöhen und bittet weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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