Schattenseite des Sommers

Blaualgen in Badeseen: Wie gefährlich sind sie wirklich?

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Erneut viele Warnungen: Blaualgen in bayerischen Badeseen

Videoclip • 01:02 Min • Ab 12


Wenn Blaualgen natürliche Gewässer im Sommer blaugrün verfärben, ist Vorsicht geboten. Welche Gesundheitsrisiken beim Schwimmen und Baden es für Mensch und Tier gibt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Blaualgen bilden sich bei warmen Temperaturen in Seen, in Binnenmeeren und langsam fließenden Flüssen.

  • Es handelt sich wissenschaftlich betrachtet nicht um Algen, sondern um Bakterien.

  • Cyanobakterien können Toxin bilden und die Gesundheit gefährden.

Acht Bundesländer haben im Sommer 2026 bisher Blaualgen in ihren Badegewässern gemeldet. "Untersuchungen haben das Vorkommen Toxin bildender Cyanobakterien, so genannter Blaualgen, bestätigt", teilte jüngst etwa das Rostocker Gesundheitsamt mit. Das meldete die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Nach Aussage eines Stadtsprechers ist demnach nicht nur die Ostsee vor Rostock, also etwa Warnemünde, potenziell betroffen, sondern weite Bereiche. Wo die unter Umständen gesundheitsgefährdenden Organismen letztlich vor den Strand treiben, sei sehr vom Wetter abhängig. Ein Badeverbot ist dpa zufolge bisher nicht ausgesprochen worden.

Je nach Windrichtung und Strömungen könnten sich Ansammlungen in den Badebereichen bilden oder wieder auflösen, teilte die Stadt mit. "Insbesondere Kinder und Menschen mit chronischen Erkrankungen sollten vorsichtig sein und bei auffälligem Wasser auf das Baden verzichten."

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Das sommerliche Wetter bietet ideale Verhältnisse für Blaualgen. Dem Naturschutzbund BUND zufolge sind vor allem stehende Gewässer wie Seen und Teiche ideal für Blaualgen, aber auch langsam fließende, warme Flüsse wie die Donau. Da Blaualgen hohe Wassertemperaturen, viel Sonnenschein und viele Nährstoffe bevorzugen, seien sie vor allem im Sommer ein Problem.

Im Gegensatz zu ihrem Namen handelt es sich bei Blaualgen nicht um klassische Algen, sondern um sogenannte Cyanobakterien, erklärte das Gesundheitsamt Rostock. Einzelne Cyanobakterien seien mit bloßem Auge nicht zu erkennen, bei massenhaftem Auftreten können sie jedoch sichtbar werden, etwa als Schlieren oder Verfärbungen im Wasser.

"Ist das Wasser so trüb, dass die Füße im knietiefen Wasser nicht mehr zu sehen sind, oder sind Schlieren beziehungsweise auffällige Verfärbungen im oder auf dem Wasser erkennbar, sollte dort nicht gebadet werden", heißt es weiter von er Stadt. Auch Hautkontakt mit solchen Ansammlungen sollte vermieden werden. Hinweise, Empfehlungen und Warnungen der Rettungsschwimmer:innen, Strandvögte und der Tourismuszentrale vor Ort seien unbedingt zu beachten.


Vierbeiner beim Baden ebenfalls gefährdet durch Blaualgen

Besondere Vorsicht gelte für Hunde: "Sie sollten auffällig verfärbtes oder mit Cyanobakterien belastetes Wasser keinesfalls trinken." Durch das Verschlucken größerer Mengen könnten für Tiere erhebliche gesundheitliche Gefahren entstehen.

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) schreibt, da Cyanobakterien in der Lage seien, Giftstoffe zu bilden, könnten allergische Reaktionen auftreten, bei Berührung Haut- und Schleimhautreizungen und beim Verschlucken größerer Mengen Wasser eventuell auch Übelkeit und Erbrechen.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

ndr.de: "Blaualgen: Wie gefährlich sind die Bakterien beim Baden?"

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