Rätselraten um Todesursache

4,70 Meter langer Riesenhai in der Ostsee

Veröffentlicht:

von Joachim Vonderthann

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Australien: Taucher nach Haiattacke tot

Videoclip • 01:03 Min • Ab 12


Ein 4,70 Meter langer Riesenhai ist tot nahe Ålbæk in Dänemark entdeckt worden. Bei der Untersuchung fanden Fachleute kein eindeutiges Zeichen für die Todesursache – das Tier war nach ersten Erkenntnissen in gutem Zustand.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein 4,70 Meter langer und fast 400 Kilogramm schwerer Riesenhai hat tagelang in der Ostsee für Aufsehen gesorgt.

  • Jetzt wurde das Tier tot nahe Ålbæk in Dänemark gefunden.

  • Warum der Meeresgigant starb, gibt auch nach einer Untersuchung noch Rätsel auf.

Ein außergewöhnlicher Fund sorgt an der dänischen Küste für Aufsehen: Ein 4,70 Meter langer Riesenhai wurde tot nördlich des Hafens von Ålbæk entdeckt. Das Tier wog laut dem dänischen Sender TV2 Nord fast 400 Kilogramm. Sichtungen von Riesenhaien in diesem Gebiet sind nach Angaben von Expert:innen äußerst selten.

"Er ist wirklich einzigartig", sagte Kristina Ydesen, Chefbiologin des Nordsoen Oceanarium, laut t-online. Nach dem Fund brachten Fachleute den Hai zur Untersuchung ins Oceanarium. Dort konnten Besucher:innen die Sektion am Mittwoch (12. August) aus nächster Nähe verfolgen.

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Todesursache des Riesenhais aus der Ostsee weiter unklar

An der Untersuchung waren acht Forscher:innen und Biolog:innen beteiligt. Sie nahmen zahlreiche Proben und untersuchten unter anderem äußere Verletzungen, Haut, Magen, Darm sowie innere Organe wie Leber, Galle, Milz, Fortpflanzungsorgane und Herz.

Ein klares Ergebnis zur Todesursache gab es zunächst nicht. Das Nordsoen Oceanarium teilte nach der mehrstündigen Untersuchung mit, es habe sich offenbar um ein gesundes Weibchen gehandelt. Der Hai sei vermutlich zwischen zehn und 15 Jahre alt gewesen. Riesenhaie können nach Angaben der Fachleute bis zu 50 Jahre leben.

Im Darm des Tieres fanden die Forscher:innen fünf Parasiten, weitere einzelne Parasiten saßen außen am Körper. Daraus lasse sich aber zunächst keine eindeutige Erklärung für den Tod ableiten. Die Tiere seien normalerweise robust und könnten einzelne Parasiten tolerieren, erklärte das Oceanarium. Die Parasiten werden nun genauer untersucht.

Hai hatte kurz vor seinem Tod gefressen

Auch der Mageninhalt lieferte keinen offensichtlichen Grund für das Verenden des Tieres. Nach Angaben des Oceanariums hatte der Riesenhai kurz vor seinem Tod noch Nahrung aufgenommen. Er sei daher weder verhungert noch durch fehlendes Futter geschwächt gewesen.

Bei der äußeren Untersuchung fanden die Fachleute eine Wunde und einige Schrammen. Diese seien jedoch nicht tief gewesen. Kopf, Kiemen und Wirbelsäule wurden für weitere Untersuchungen erhalten. Unter anderem sollen Gehirn und Wirbel später mit einem CT-Scanner untersucht werden. Das könnte weitere Hinweise auf die Todesursache liefern – und auch Erkenntnisse über das Leben des Tieres ermöglichen.


Zweitgrößter Fisch der Welt - aber harmlos

Der Riesenhai kann bis zu zehn Meter lang werden. Er gilt nach dem Walhai als zweitgrößter Fisch der Erde. Normalerweise leben Riesenhaie im Atlantik und im Pazifik. Die Plankton fressenden Giganten sind für den Menschen völlig ungefährlich, wie die "Bild" schrebt.

Für Kristina Ydesen war die Untersuchung eine besondere Gelegenheit. "Wir wissen nie, was wir finden, wenn wir ein solches Tier öffnen", erklärte die Chefbiologin. Zwar habe sich keine eindeutige Todesursache gezeigt. Dafür sei aber wertvolles Material für weitere Forschungen gewonnen worden.

Aktuell sorgt aber nicht nur der Riesenhai in der Ostsee für Wirbel. Im Greifswalder Bodden treibt ein möglicherweise toter Buckelwal. Sein Schicksal erinnert an das von Buckelwal Timmy.


Verwendete Quellen:

Nordsoen Oceanarium

t-online: "Experten ziehen Meeresgiganten aus Ostsee"

Bild: "Riesenhai am Ostseestrand"

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