Komplexe Rettungsaktion

Bergsturz auf 2.000 Metern Höhe: Familie steckt an Steilhang in den Dolomiten fest

Veröffentlicht:

von Marie-Finn Bruker

:newstime

Leichtsinnige Alpentouristen bereiten Bergrettern Sorgen (12. Mai)

Videoclip • 01:25 Min • Ab 12


Albtraum in den italienischen Alpen: Wegen eines Bergsturzes steckte eine vierköpfige Familie, darunter zwei Kinder, auf über 2.000 Metern Höhe in den Dolomiten fest. Es folgten stundenlanges Warten und mehrere Rettungsanläufe.

Gefangen auf 2.180 Metern Höhe: Ein Ausflug in die Dolomiten wäre für eine vierköpfige Familie am Mittwoch (19. August) beinahe in einer Katastrophe geendet. Wie die italienische Online-Zeitung "Nordest24" berichtet, versperrte ein eingestürzter Wanderweg bei der Bergscharte Forcella Rinsen den Weg Richtung Tal. Aufgrund der steilen Hänge sowie extremer Rutschgefahr hatten sich die beiden Kinder im Alter von sieben und zehn Jahren sowie deren Eltern in einer Sackgasse befunden. In einer hochkomplexen Rettungsaktion konnte die Familie aus Venedig nach mehreren Stunden Warten geborgen werden.

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Stundenlanges Warten im Nebel

Den Angaben zufolge war in Folge eines Bergsturzes von dem Weg entlang eines steilen Berghangs nahe der Gemeinde Sappada nur noch Geröll übrig. Bereits seit Längerem sei der Abschnitt nicht mehr begehbar gewesen.

Als sich die Familie ihrer misslichen Lage bewusst wurde, habe sie einen Notruf abgesetzt. Starker Nebel erschwerte die Rettung auf über 2.000 Metern erheblich. Ein Hubschrauber konnte zuerst die Mutter und eines der beiden Kinder retten, so "Nordest24". Kurz danach hätten sich die Wetterbedingungen wesentlich verschlechtert. Daraufhin mussten die Rettungskräfte dem Bericht zufolge ihre Strategie ändern, während der Vater und das zweite Kind weiter festsaßen.

Letztendlich seien zwei getrennte Hubschrauber von verschiedenen Seiten aus zu dem Bergaufstieg geflogen. Anschließend wurde ein etwa hundert Meter langes Fixseil gespannt, so "Nordest24". Während die Sichtverhältnisse kurzeitig besser wurden, habe man das zweite Kind abholen können. Wiederaufkommender Nebel habe den Vater der Familie zu längerem Warten gezwungen, bis auch dieser mittels eines Helikopters in Sicherheit gebracht werden konnte. Nach mehreren Stunden sei der Einsatz gegen 20 Uhr beendet worden.

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Das berühmte Dolomiten-Panorama aus spitzen grauen Bergketten und steilen Felswänden lockt jährlich Millionen Outdoor-Fans in die italienischen Alpen. Dennoch sorgen immer wieder Unfälle für Schlagzeilen – erst Anfang August verunglückte eine 14-jährige Tschechin beim Klettern.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Nordest24: "Sentiero franato e nebbia a 2.180 metri: famiglia con due bambini bloccata sul Monte Siera"

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