Baden-Württemberg

Bauern fehlt wegen Hitze seit Monaten das Wasser

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Sommerhitze kostet 36 Milliarden Euro

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Ein heißer, trockener Sommer setzt Baden-Württembergs Bauern schwer zu: Bei Weizen und Raps fällt die Ernte schlechter aus als sonst. Auch das Tierfutter wird knapp.

Baden-Württemberg hat einen heißen, trockenen Sommer erlebt. Die Bauern spüren das deutlich. "Die Dürre trifft unsere Landwirtschaft mit voller Wucht", sagt Joachim Rukwied. Er ist Präsident des Bauernverbands in Baden-Württemberg und auch des Deutschen Bauernverbands. "Auf vielen Betrieben fehlt seit Monaten das Wasser", so Rukwied. Auch der Regen der vergangenen Wochen habe daran wenig geändert: "Zehn Zentimeter Niederschläge, da ist es weiter unten im Boden noch knochentrocken."

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Futter wird knapp

Bei einem Termin in Remseck bei Stuttgart zog Rukwied Bilanz für die Landwirtschaft im Südwesten. Das Ergebnis: Bei Weizen, Raps und Sommergerste sind die Erträge gesunken. Auch Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben litten unter dem Wassermangel. Beim Winterweizen ernteten die Bauern rund 8 Prozent weniger als im Schnitt der vergangenen sechs Jahre.

Besonders schwer trifft es Bauern, die Tiere halten. Auf den Wiesen wächst seit dem zweiten Schnitt kaum noch Futter nach. Landesweit fehlen laut Verband 30 bis 40 Prozent des Futters, in manchen Regionen sogar die Hälfte. Viele Betriebe greifen deshalb schon auf ihre Wintervorräte zurück, einige schicken ihre Tiere sogar früher als geplant zum Schlachthof. Heu, Öhmd und Stroh sind knapp und teils rund 50 Prozent teurer als im vergangenen Jahr.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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