Nach Großeinsatz

Ostsee bei Nienhagen: Vermisster Schwimmer tot aufgefunden

Aktualisiert:

von Claudia Scheele

:newstime

Mehr als 100 Badetote allein im Juni

Videoclip • 01:39 Min • Ab 12


Nach tagelanger Suche endet die Hoffnung: Ein 34-jähriger Mann, der am Montag vor Nienhagen im Meer verschwand, wurde tot an der Steilküste entdeckt. Ein Abschiedsbrief liefert nun erste Hinweise.

Das Wichtigste in Kürze

  • In Nienhagen wird ein 34-jähriger Urlauber aus Berlin nach einem Bad in der Ostsee vermisst.

  • Ein Großaufgebot an Rettungskräften suchte stundenlang unter schwierigen Bedingungen nach dem Mann.

  • Da ein Abschiedsbrief gefunden wurde, geht die Polizei mittlerweile von einem Suizid aus.

⚠️ DEPRESSIONEN UND SUIZID-GEFAHR: HIER GIBT ES HILFE  
Wenn auch du mit anhaltender emotionaler Niedergeschlagenheit kämpfst oder Suizidgedanken hast, kannst du dich an die Telefonseelsorge wenden: Unter den kostenlosen Hotlines 0800 1110111 und 0800 1110222 erhältst du rund um die Uhr anonym Hilfe. Das Angebot gibt es auch online unter www.telefonseelsorge.de. Die Beratung der Telefonseelsorge kann dir Auswege aus schwierigen Lebenssituationen aufzeigen.

Am Ostseestrand von Nienhagen im Landkreis Rostock kam es am Montagnachmittag (10. August) zu einem groß angelegten Rettungseinsatz. Wie der NDR berichtet, ging ein 34 Jahre alter Mann aus Berlin ins Wasser und kehrte anschließend nicht mehr an Land zurück. Aufmerksame Strandbesucher:innen wählten den Notruf, nachdem der Schwimmer über längere Zeit nicht mehr zu sehen war.

Die traurige Gewissheit kam am Dienstagmittag (11. August): Spaziergänger:innen entdeckten an der Steilküste nahe der Ferienhaussiedlung an der Alten Schule einen leblosen Körper im Wasser und alarmierten sofort die Einsatzkräfte. Nach ersten Ermittlungen handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um den seit Montag gesuchten 34-Jährigen. Besonders heikel: Bei den persönlichen Gegenständen des Mannes hat die Polizei bereits zuvor einen Abschiedsbrief gefunden. Die Kriminalpolizei hat erste Ermittlungen aufgenommen, geht nach bisherigem Stand jedoch weder von einem Unfall noch von Fremdverschulden aus.


Schwierige Bedingungen für Rettungskräfte

Wie die "Hamburger Morgenpost" berichtet, entdeckte ein Passant gegen 14.30 Uhr auf Höhe des Strandaufgangs 4 die zurückgelassenen Kleidungsstücke sowie den Ausweis des Mannes. Der Zeuge alarmierte daraufhin umgehend die Rettungskräfte, die eine groß angelegte Suchaktion starteten.

In der Folge rollte einer der aufwendigsten Sucheinsätze der jüngeren Zeit an der mecklenburgischen Küste an: Bis zu acht Boote der Wasserschutzpolizei, Drohnen, regionale Feuerwehren, die Wasserwacht und Rettungshubschrauber durchkämmten stundenlang die Ostsee vor Nienhagen. Im Wasser bildeten die Helfer:innen eine Tauchkette, um den Grund der Ostsee abzusuchen. Trotz des massiven Einsatzes fand man zunächst vom Vermissten keine Spur. Erst die einbrechende Dunkelheit zwang die Einsatzkräfte, die Suche für die Nacht zu unterbrechen.

Auch in den Regio News:


Verwendete Quellen:

Hamburger Morgenpost: "Dramatische Suche: Urlauber geht in der Ostsee baden – und kehrt nicht zurück"

NDR: "Erfolglose Suche nach vermisstem Mann in Ostsee vor Nienhagen", "Vermisster nach Suche in Ostsee vor Nienhagen tot geborgen"

Mehr entdecken