Nahost
Israel lehnt Gaza-Friedensplan ab: 100-Prozent-Entwaffnung der Hamas gefordert
Veröffentlicht:
von Michael Reimers:newstime
Hamas laut Trump zur Entwaffnung bereit
Videoclip • 03:41 Min • Ab 12
Das 15-Punkte-Dokument des von US-Präsident Trump gegründeten Gaza-Friedensrats ist von Israel abgelehnt worden. Ministerpräsident Netanjahu erklärte, ein Abzug des Militärs aus dem Gazastreifen komme erst nach vollständiger Entwaffnung der Hamas infrage.
Israel weist den Fahrplan des Gaza-Friedensrats für eine Entwaffnung der islamistischen Terrororganisation Hamas und einen Abzug Israels aus dem Gazastreifen zurück. das meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). "Israel lehnt das 15-Punkte-Dokument ab", sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu demnach während einer Kabinettssitzung in Jerusalem. "Die israelische Armee wird keinerlei Abzug vollziehen, bis die Hamas entwaffnet ist", sagte Netanjahu ferner. Dabei beziehe er sich ausdrücklich auf alle Waffen, nicht nur schwere. Außerdem bekräftigte der Regierungschef seine Ablehnung eines unabhängigen palästinensischen Staates.
Der Friedensrat hatte allerdings vor knapp einer Woche bereits mitgeteilt, man erwarte von Israel erst nach einer Entwaffnung der Hamas einen kompletten Abzug aus dem Küstenstreifen.
Auch in den News:
Das sieht der Gaza-Friedensplan vor
Nach dem Fahrplan des Friedensrats sollen Israel und die Hamas die Kämpfe einstellen. Eine palästinensische Übergangsverwaltung soll mit Unterstützung einer internationalen Stabilisierungstruppe die Kontrolle über Verwaltung und Sicherheit übernehmen. Zudem ist ein Abzug der israelischen Armee vorgesehen. Die von der Hamas unter internationaler Aufsicht übergebenen Waffen sollen anschließend unter palästinensischer Kontrolle bleiben. Dies lehnt Israel jedoch ab und fordert, die Waffen müssten aus dem Palästinensergebiet entfernt werden.
Die Hamas machte die Abgabe schwerer Waffen von mehreren Bedingungen abhängig, darunter dem Abzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen und der Gründung eines palästinensischen Staates.
Im Zuge eines von US-Präsident Donald Trump vermittelten Friedensplans war zu Jahresbeginn ein international besetztes "Board of Peace" ins Leben gerufen worden, das gemäß seiner Charta den Wiederaufbau des Gazastreifens und die Nachkriegsordnung in dem großflächig zerstörten Küstengebiet überwachen soll.
Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Einkommenssteuerreform
Entlastungen für Familien? Schwarz-Rot erhöht Kindergeld und Kinderfreibetrag

Neue EU-Richtlinie
Ritter Sport: Warum das Familienunternehmen seine Tafeln überklebt

Ukraine-Krieg
Putins Starlink-Alternative schwächelt: Satelliten verfehlen ihre Umlaufbahn

7, 10 oder 20 Prozent?
Wo ist der Nein-Button? Kartenterminals setzen Gäste beim Trinkgeld unter Druck

Pilotprojekt gestartet
Riesige Stoffbahnen auf Sylts Dünen: Was hinter der 400.000-Euro-Aktion steckt

Warnung vor Chemikalien
Stilles Mineralwasser bei Öko-Test: Sechs Produkte fallen durch

