Ausgeliefert im Zug
Regionalzug in Essen-Werden gestoppt: 18-Jähriger soll Schulklasse attackiert und geschlagen haben
Aktualisiert:
von Fabia Söllner:newstime
Schüler erlernen gezielte Handynutzung
Videoclip • 01:48 Min • Ab 12
Schwere Vorwürfe nach einer Zugfahrt ins Münsterland: Ein 18-Jähriger soll mehrere Schülerinnen belästigt und zwei Jugendliche geschlagen haben.
Das Wichtigste in Kürze
Ein 18-Jähriger soll mehrere Schülerinnen in einem Regionalexpress sexuell belästigt haben.
Zwei 15-Jährige wurden laut Polizei mit Faustschlägen im Gesicht verletzt.
Die Bundespolizei nahm den alkoholisierten Tatverdächtigen in Essen in Gewahrsam.
Eine Klassenfahrt ins Münsterland ist für mehrere Jugendliche zu einem Schockerlebnis geworden: In einem Regionalexpress soll ein 18-Jähriger zwei minderjährige Schülerinnen sexuell belästigt und zwei 15-jährige Jungen mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben.
Nach Angaben der Bundespolizeiinspektion Dortmund wurde der RE 100 wegen der Auseinandersetzungen in Essen-Werden gestoppt. Dort nahmen Einsatzkräfte den alkoholisierten Mann aus Neuss in Gewahrsam.
Zwei Schüler in ärztlicher Behandlung
Zuvor hatten zwei 16-jährige Schülerinnen ihrer Lehrerin von sexuellen Übergriffen berichtet. Zudem soll der Tatverdächtige weitere Mädchen der Schulklasse belästigt haben. Ein Bahnmitarbeiter wollte ihn deshalb aus dem Abteil verweisen, doch der 18-Jährige soll sich geweigert haben.
Als zwei 15-Jährige an ihm vorbeigingen, soll er beiden ins Gesicht geschlagen haben. Einer der Jugendlichen blutete stark aus der Nase und erlitt vermutlich einen Nasenbeinbruch. Der zweite klagte über Schmerzen an der Wange. Beide begaben sich später in ärztliche Behandlung.
Ermittlungen gegen 18-Jährigen aufgenommen
Mitreisende berichteten zudem, der Mann habe zuvor lautstark im Zug herumgeschrien und weitere Fahrgäst:innen belästigt. Auch gegenüber den Polizist:innen soll er sich aggressiv verhalten haben. Er sei gefesselt worden, habe die Beamt:innen beleidigt, sich bei der Durchsuchung losreißen wollen und Gewalt angedroht.
Die Bundespolizei ermittelt unter anderem wegen sexueller Nötigung und sexueller Belästigung, Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamt:innen und Beleidigung.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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