Linken-Sieg relevant
Nach Berlin-Wahl: Vonovia-Aktie rutscht ans Dax-Ende
Veröffentlicht:
von Claudia Scheele:newstime
Linke stürzt CDU in Berlin vom Thron
Videoclip • 59 Sek • Ab 12
Die Vonovia-Aktie ist nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin ans Ende des Dax gerutscht. Anleger:innen sorgen sich vor allem um mögliche Eingriffe in den Wohnungsmarkt.
Das Wichtigste in Kürze
Die Vonovia-Aktie zählt nach der Berlin-Wahl zu den schwächsten Dax-Werten.
Anleger:innen sorgen sich vor möglichen strengeren Regeln für große Wohnungskonzerne und einer neuen Debatte über Vergesellschaftung.
Konkrete neue Gesetze gibt es bislang nicht, doch die politische Unsicherheit belastet den Immobilienkonzern zusätzlich.
Die Aktien des Immobilienkonzerns Vonovia haben nach der Wahl in Berlin deutlich nachgegeben und gehörten zeitweise zu den schwächsten Werten im Dax. Das Wahlergebnis verunsichert Anleger:innen, weil die Linke als stärkste Kraft aus der Wahl hervorging und eine stärkere Regulierung großer Wohnungskonzerne fordert.
Besonders im Blick steht dabei die Debatte über eine mögliche Vergesellschaftung großer privater Wohnungsbestände. Die Linke hatte im Wahlkampf angekündigt, den Druck auf Konzerne wie Vonovia zu erhöhen. Konkrete neue Gesetze oder Beschlüsse gibt es nach der Wahl jedoch noch nicht.
Sorge vor Eingriffen in den Wohnungsmarkt
Für Immobilienunternehmen sind politische Entscheidungen in Berlin besonders wichtig. Die Hauptstadt ist ein zentraler Mietmarkt, und Vonovia besitzt dort zahlreiche Wohnungen. Maßnahmen wie strengere Mietregeln, Auflagen für Vermieter:innen oder ein möglicher Vergesellschaftungsprozess könnten sich auf die Bewertung großer Wohnungsunternehmen auswirken.
An der Börse reagieren Investoren häufig schon auf politische Risiken, bevor konkrete Gesetze verabschiedet werden. Die Unsicherheit über mögliche Koalitionen und die künftige Wohnungspolitik in Berlin dürfte deshalb den Verkaufsdruck auf die Vonovia-Aktie verstärkt haben.
Auch in den News:
Vonovia ohnehin unter Druck
Die Aktie des Konzerns war bereits vor der Berlin-Wahl belastet. Steigende Finanzierungskosten, hohe Zinsen und Unsicherheit über die Entwicklung am Immobilienmarkt setzen der Branche seit Längerem zu. Für Immobilienunternehmen ist es schwieriger geworden, neue Projekte zu finanzieren und Bestände zu bewerten.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Nur Sekunden zum Reagieren
Landkreis Heilbronn: S-Bahn stoppt nur einen Meter vor Seniorin

Fiasko für Kanzler-Partei
News-Ticker; Verhindert Antisemitismus-Debatte in Berlin Rot-Grün-Rot?

Gescheiterte Pkw-Maut
Prozessbeginn: Ex-Minister Scheuer weist Vorwürfe zu Maut-Debakel zurück

Wettervorhersage
Wetter in Bayern: Wolken zum Wochenstart

Bußgeldverfahren eingeleitet
Motorradunfall bei Bayrischzell: Maschine entzweigerissen - Fahrer schwer verletzt

Verkehrsunfall in Niederbayern
Tödlicher Unfall bei Wallersdorf: Radfahrerin stirbt nach Zusammenstoß mit Bus


