Baden-Württemberg

Reutlingen: Ermittler gehen nach Unfall von versuchtem Mord aus

Veröffentlicht:

von Michaela Reimers

:newstime

So arbeitet die Polizei in Deutschland

Videoclip • 01:46 Min • Ab 12


Ein 42-Jähriger soll sein Auto bei Reutlingen absichtlich in den Gegenverkehr gelenkt und dabei drei Menschen schwer verletzt haben. Die Dashcam eines Zeugen lieferte offenbar entscheidende Bilder.

Nach dem Zusammenstoß dreier Autos auf der B464 bei Reutlingen-Altenburg ermitteln die Staatsanwaltschaft Tübingen und das Kriminalkommissariat Reutlingen gegen den mutmaßlichen Verursacher wegen versuchten Mordes. Der 42-Jährige soll sein Fahrzeug bewusst in den Gegenverkehr gelenkt und dabei den Tod anderer Menschen zumindest billigend in Kauf genommen haben. Er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.

Auch in den News:

Verursacher des Unfalls in Reutlingen in U-Haft

Der Unfall hatte sich am Montagmorgen (28. September) ereignet. Das Auto des Mannes stieß zunächst seitlich mit dem entgegenkommenden Pkw eines 60-Jährigen zusammen, anschließend frontal mit dem  eines 38-Jährigen. Alle drei Fahrer wurden schwer verletzt.

Nach bisherigem Ermittlungsstand gehen die Behörden davon aus, dass der 42-jährige auf der geraden und übersichtlichen Strecke absichtlich in den Gegenverkehr steuerte. Dafür sprechen unter anderem die Aufnahmen einer Dashcam, mit der ein Zeuge das Geschehen aufgezeichnet hatte.

Die Staatsanwaltschaft Tübingen erwirkte daraufhin einen Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Eine Haftrichterin am Amtsgericht Tübingen setzte ihn am Donnerstag in Vollzug. Die Ermittlungen dauern an.


Verwendete Quellen:

Polizei Reutlingen

Mehr entdecken