Urteil in Nürnberg
Wegen Flughafen-Blockade: "Letzte Generation"-Demonstrantin verurteilt
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von Josefine EnkeDas Amtsgericht Nürnberg hat ein Mitglied der mittlerweile aufgelösten «Letzten Generation» zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. (Symbolbild)
Bild: Daniel Karmann/dpa
Im Sommer 2024 klebten sich zwei Mitglieder der "Letzten Generation" auf dem Flughafen Nürnberg fest. Es folgte ein Strafprozess, in dem nun das Urteil gesprochen wurde.
Bewährungsstrafe und gemeinnützige Arbeit
Das Amtsgericht Nürnberg hat eine 25 Jahre alte Klimademonstrantin wegen einer kurzzeitigen Blockade des Nürnberger Flughafens im Sommer 2024 zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten verurteilt. Außerdem muss die Frau 150 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Angeklagt waren zwei Mitglieder der mittlerweile aufgelösten Protestgruppe "Letzte Generation". Die 29 Jahre alte Mitangeklagte erschien am Donnerstag nicht zur Urteilsverkündung, das Gericht trennte das Verfahren daher ab.
Blockade dauerte achtzig Minuten
Die beiden jungen Frauen hatten während der Sommerferien am 15. August 2024 ein Loch in den Schutzzaun des Nürnberger Flughafens geschnitten und sich auf dem Zubringer der Nürnberger Start- und Landebahn festgeklebt. Der Flugverkehr wurde für achtzig Minuten eingestellt, einige Flüge wurden gestrichen oder umgeleitet.
"Nötigung in 272 Fällen"
Verurteilt wurde die 25-Jährige nun wegen Störung öffentlicher Betriebe, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und Nötigung in 272 Fällen. Die hohe Zahl der Fälle erklärt sich daraus, dass sich 272 Passagiere an Bord der betroffenen Flugzeuge befanden. Die Angeklagte hatte die Tat gestanden und beteuert, dass sie niemandem hatte schaden wollen.
Auch die beiden am Flughafen stationierten Rettungshubschrauber waren während der Blockade nicht einsatzfähig. Zugunsten der Angeklagten wertete das Gericht unter anderem das Geständnis. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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