Nazi-Parolen in Eggenfelden
NS-Symbol an Holzbauten: Generalstaatsanwaltschaft ermittelt
Veröffentlicht:
von Nicole SauerDer Nazi-Spruch «Arbeit macht frei» war über dem Tor zum KZ Auschwitz angebracht. (Archivbild)
Bild: Kay Nietfeld/dpa
Ein Mann soll am Finanzamt Eggenfelden Holzskulpturen mit Hakenkreuzen und Nazi-Parolen aufgestellt haben. Was hinter den Aktionen steckt und warum jetzt die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt.
Generalstaatsanwaltschaft München ermittelt
Im Fall eines Mannes, der im niederbayerischen Eggenfelden zweimal Holzkonstruktionen mit Nazi-Parolen aufgestellt haben soll, führt die Generalstaatsanwaltschaft München nun die Ermittlungen. Der Zentrale Antisemitismusbeauftragte der Bayerischen Justiz habe das Verfahren der Staatsanwaltschaft Landshut wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen übernommen, teilte die Behörde mit. Der Strafrahmen reiche von Geldstrafe bis zu drei Jahren Haft.
Die Anklagebehörde wirft dem 33-jährigen Mann vor, Mitte März im Eingangsbereich des Finanzamtes Eggenfelden einen etwa drei mal vier Meter großen Torbogen aus Holz mit mehreren Hakenkreuzen sowie dem Schriftzug "Arbeit macht frei" aufgestellt zu haben – ein Nachbau eines KZ-Torbogens.
Holzbauten mit KZ-Bezug
Mitte April soll der Mann dann erneut im Eingangsbereich des Finanzamtes Eggenfelden eine Holzskulptur aufgestellt haben, die offensichtlich einen Ofen eines NS-Konzentrations- oder Vernichtungslagers darstellen sollte und einem Kamin nachempfunden war. An der Holzkonstruktion soll der Beschuldigte mehrere Hakenkreuze sowie die Aufschrift "Zyklon B, SS-kaliert" angebracht haben.
Der Mann war in anderer Sache gesucht worden. Er sitzt im Gefängnis, wo er eine Ersatzfreiheitsstrafe verbüßt, da er eine Geldstrafe wegen eines Verkehrsdelikts nicht bezahlt hatte.
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Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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