13 Jahre unschuldig im Gefängnis

Nach Millionen-Entschädigung: Justizopfer Manfred Genditzki blickt nach vorn

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von Chiara Damnitz

Manfred Genditzki saß über 13 Jahre lang unschuldig in Haft und kämpfte mehrfach vor Gericht um seine Freiheit. (Archivbild)

Bild: Sven Hoppe/dpa


Die mehr als 13 Jahre, die Manfred Genditzki unschuldig in Haft verbrachte, sind für immer verloren. Doch es gibt etwas, auf das er sich freut.

13 Jahre zu Unrecht in Haft

Nach der Einigung auf eine Entschädigung von 1,31 Millionen Euro kann das bayerische Justizopfer Manfred Genditzki in die Zukunft blicken. "Herr Genditzki ist erleichtert darüber, dass die jahrelangen Verfahren nun ein Ende gefunden haben" teilte seine Anwältin Regina Rick auf Anfrage mit. "Die dreizehneinhalb Jahre, die er zu Unrecht in Haft verbracht hat, gibt ihm niemand mehr zurück, aber er freut sich jetzt auf eine unbeschwerte Zeit mit seiner Familie."

Genditzki hat als vermeintlicher Mörder einen großen Teil seines Lebens unschuldig im Gefängnis verbracht: Das Landgericht München II hatte ihn 2010 für schuldig befunden, eine Seniorin aus Rottach-Egern in ihrer Badewanne ertränkt zu haben. Nach einem Zug durch die Instanzen wurde er letztlich 2023 nach einem Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen.

Einvernehmliche Lösung

Nach dem Kampf um seine Freiheit begann für Genditzki der Kampf um eine angemessene Entschädigung. Am Mittwoch gab das bayerische Justizministerium bekannt, dass er vom Freistaat unter Berücksichtigung bereits geleisteter Beträge insgesamt 1,31 Millionen Euro erhält, die alle Ansprüche aus seiner Verurteilung, der Haft und dem Wiederaufnahmeverfahren abdecken.

"Wir begrüßen, dass eine einvernehmliche Lösung gefunden werden konnte", betonte seine Anwältin. "Bei der Gesamthöhe der finanziellen Entschädigung ist zu berücksichtigen, dass diese teilweise zu versteuern ist und dass Herr Genditzki etliche Verbindlichkeiten, darunter Anwaltshonorare, zu begleichen hat."

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Verwendete Quelle:

Nachrichtenagentur dpa


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