Ausbildung in Bayern
Metall- und Elektroindustrie: Weniger neue Ausbildungsverträge in Bayern
Veröffentlicht:
von Magdalena Artner17:30 SAT.1 Bayern
Weniger Ausbildungsverträge: Bayerns Metall- und Elektroindustrie in der Krise
Videoclip • 01:32 Min • Ab 12
Die Krise der Branche schlägt inzwischen auch auf den Ausbildungsmarkt durch. Die Arbeitgeber erwarten aber eine Bodenbildung. Die IG Metall wertet die Zahlen als "alarmierend".
Deutlich weniger neue Ausbildungsverträge
Die Ausbildungszahlen in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie sinken deutlich. Für das laufende Jahr rechnen die Arbeitgeberverbände bayme und vbm mit einem Rückgang der neu abgeschlossenen Verträge um gut 10 Prozent auf etwa 12.000, wie sie mitteilen. Dabei war es schon vergangenes Jahr um rund 11 Prozent nach unten gegangen.
Hinter dem Rückgang stecken zwei Treiber, wie Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt betont: Einerseits trifft die aktuelle Krise die Metall- und Elektroindustrie in Bayern besonders stark, sodass auch der sonst so stabile Ausbildungsmarkt nicht davon verschont bleibe. Andererseits gebe es weiter einen Mangel an geeigneten Bewerbern.
Bodenbildung erkennbar
Immerhin für das kommende Jahr rechnet Brossardt aber nicht mit einem weiteren Rückgang, sondern einer Stabilisierung. Auch wenn die Lage weiter angespannt sei, sei eine Bodenbildung erkennbar.
Die Übernahmesituation ist relativ stabil: Knapp 90 Prozent der Absolventen werden aktuell unbefristet übernommen. Hier erwarten die Arbeitgeber aber eine Verbesserung im kommenden Jahr auf dann 96 Prozent.
Kritik von der IG Metall
"Das ist eine alarmierende Nachricht für junge Menschen und für die Zukunft des Industriestandorts Bayern", sagt der Bezirksjugendsekretär der IG Metall Bayern, Marco Reinders. "Wer nicht auf junge Menschen setzt, setzt nicht auf die Zukunft seiner Betriebe. Ausbildung ist und bleibt die wichtigste Investition in die Fachkräfte von morgen."
Gerade in Zeiten von Transformation, Digitalisierung und demografischem Wandel brauche die Industrie mehr Ausbildung, nicht weniger, heißt es von der Gewerkschaft. "Die Auszubildenden von heute werden die Fachkräfte sein, die morgen die Transformation gestalten, Innovationen entwickeln und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie sichern." Jeder nicht besetzte Ausbildungsplatz sei eine verpasste Chance.
Weitere News:
SEK-Einsatz in Bamberg: Mann mit Messer in Wohnung verschanzt
Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
Alle Videos bei Joyn:
SAT.1 Bayern verpasst? Hier ansehen:
Mehr entdecken

191. Oktoberfest
Schnell ein Dirndl vor der Wiesn? Geschäfte öffnen länger

Messer und Softairwaffe
Mann mit Waffe im Garten: SEK und Helikopter rücken in Pocking an

Münchner Philharmoniker
Nach vier Jahren ohne Chefdirigent: Lahav Shani feiert umjubelte Premiere

Fußball-Bundesliga
FC Bayern vor dem Wiesn-Besuch: Tabellenführung im Visier

Oktoberfest 2026
Wiesn-Kuriosa: Flöhe als Artisten und Turbo-Rolltreppen

Wettervorhersage
Wetter in Bayern: Sonniger Start ins Oktoberfest

Vollsperrung auf A8
Betrunkener prallt gegen Betonwand bei Burgau: Fahrzeug gerät in Brand

Tödlicher Unfall in Unterfranken
Autounfall in Rüdenhausen: 79-Jährige stirbt nach Zusammenstoß

Unfall in Mittelfranken
Tödlicher Unfall in Wettringen: Seniorin stürzt in Regenauffangbecken


