Armut im Freistaat
Menschen in Bayern: 1,6 Millionen armutsgefährdet
Aktualisiert:
von Nicole Sauer17:30 SAT.1 Bayern
Armut in Bayern: 1,6 Millionen Menschen gefährdet
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1,6 Millionen Menschen in Bayern müssen mit wenig Geld auskommen. Wer ist vor allem betroffen?
Armut in Bayern: Alleinlebende und Alleinerziehende besonders betroffen
1,6 Millionen Menschen in Bayern gelten laut einer Erhebung als armutsgefährdet. Das seien 2025 etwa 12,4 Prozent der bayerischen Bevölkerung gewesen, teilte das Landesamt für Statistik in Fürth mit. Damit liege der Freistaat unter dem Bundeswert von 16,1 Prozent aller Einwohner, die bundesweit im Schnitt als armutsgefährdet gelten. Besonders betroffen seien alleinlebende und alleinerziehende Menschen.
Im Vorjahresvergleich nahm der Anteil der von Armut bedrohten Menschen sowohl in Bayern als auch im Bundesvergleich den Angaben nach zu: 2024 betrug die Armutsgefährdungsquote in Bayern noch 11,8 Prozent und in ganz Deutschland 15,5 Prozent.
Wer gilt als von Armut gefährdet?
Die Ergebnisse stammen aus der europäischen Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen. Demzufolge gelten als armutsgefährdet in Deutschland alleinlebende Menschen, die im Monat weniger als 1.446 Euro nach Steuern und Sozialabgaben zur Verfügung haben. Bei Alleinerziehenden mit einem Kind unter 14 Jahren liegt die Schwelle bei 1.879 Euro, bei Haushalten mit zwei Erwachsenen bei 2.168 Euro und bei 3.036 Euro, wenn zusätzlich zwei Kinder in dem Haushalt leben.
In Bayern leben laut dem Landesamt rund 2,5 Millionen Menschen alleine. Etwa 28 Prozent, also 712.000 Menschen, gelten davon als armutsgefährdet. Bei den Alleinerziehenden sind 24 Prozent oder 140.000 Menschen und deren Kinder deutlich stärker von Armut gefährdet als die Durchschnittsbevölkerung.
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Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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