"Dann ist irgendwann gut"
CDU-Generalsekretär Linnemann fordert Beamten-Stopp
Aktualisiert:
von Momir TakacCarsten Linnemann fordert künftig weniger Verbeamtungen.
Bild: Sebastian Gollnow/dpa
In Deutschland wird über eine Reform des Rentensystems diskutiert. CDU-Generalsekretär Linnemann will dabei auch vor Beamt:innen nicht Halt machen.
Das Wichtigste in Kürze
Das Rentensystem in Deutschland braucht dringend eine Reform.
Carsten Linnemann hat einen neuen Vorschlag unterbreitet.
Der CDU-Generalsekretär fordert künftig deutlich weniger Verbeamtungen.
Angesichts eines drohenden Kollapses des Rentensystems wird in Deutschland über eine Reform diskutiert. Jetzt hat CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann für seine Zustimmung eine brisante Bedingung genannt: Er will künftig deutlich weniger Verbeamtungen.
CDU-General Linnemann fordert Beamten-Stopp
In einer Rede bei einer Veranstaltung zum "Tag des Handwerks" in Paderborn sagte Linnemann, ein neues Rentensystem käme für ihn nur mit gleichzeitiger Reform der Beamtenversorgung infrage. "Ich werde keiner großen Rentenreform zustimmen, wenn wir nicht an das Thema Beamtenversorgung gleichzeitig rangehen. Die Gesellschaft wird es auf Dauer nicht aushalten", sagte der CDU-"General" laut "Bild".
Am aktuellen Status von Beamt:innen will Linnemann nicht rütteln, ihm geht es vor allem darum, in der Zukunft deutlich weniger Menschen zu verbeamten. Der CDU-Politiker forderte etwa, dies nur noch in Bereichen mit hoheitlichen Aufgaben zu tun, etwa bei Polizei, Justiz, Zoll oder Finanzverwaltung. "Aber dann ist irgendwann gut", sagte er.
Beamtenpensionen kosten den Staat immer mehr
Beamtenpensionen kosten dem Staat immer mehr Geld. Das Finanzministerium bezifferte sie im Jahr 2024 auf knapp 903 Milliarden Euro, die Beihilfen eingerechnet. Das waren gut 36 Milliarden Euro mehr als noch Ende 2023. Im öffentlichen Dienst waren Mitte 2024 rund 5,4 Millionen Menschen beschäftigt. Laut "Bild" waren es 2023 noch knapp 18 Prozent weniger.
Eine Rentenreform ist angesichts des demografischen Wandels unabdingbar. Vorschläge gibt es einige: Bundessozialministerin Bärbel Bas (SPD) etwa möchte das Rentenniveau bei 48 Prozent sichern, die Mütterrente ausweiten und Rentner:innen eine Weiterbeschäftigung ermöglichen. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sprach sich für ein Renteneintrittsalter von 70 Jahren aus, was der CDU-Politikerin viel Kritik einbrachte.
Mehr News

Ziel war München
Lufthansa-Flieger muss in Athen notlanden – drei Verletzte

Mann schwer verletzt
Kontrolle in Walldorf eskaliert: Polizei gibt mehrere Schüsse ab

Abbau von Jobs
Harter Einschnitt bei Carl Zeiss Meditec: Hunderte Stellen auf Prüfstand

Spott und Häme
Pfeifkonzert für Merz: Kanzler gerät während DGB-Rede massiv unter Druck

Arbeitsplätze in Gefahr?
Wolfgang Grupp über KI bei Trigema: "Wandel der Zeit erkennen"

Schleswig-Holstein
Polizist von Eliteeinheit GSG9 bei Schießtraining auf Truppenübungsplatz Putlos getötet

Polizei sucht Zeugen
Mysteriöser Todesfall in Freiburg: Mann liegt tagelang im Gebüsch

Autoindustrie
Nach 23 Jahren: VW nimmt den Touran endgültig vom Markt

Pflanzliches Produkt
Tofu-Regale im Supermarkt leer: Das steckt dahinter

