Gebäude im Zentrum Westerlands
Beton-Vordach von Mehrfamilienhaus auf Sylt eingestürzt – Bewohner evakuiert
Veröffentlicht:
von Marie-Finn BrukerDer Geschäftsführer (links) eines Modeladens und ein Mitglied der Hausverwaltung stehen vor dem demolierten Haus in Westerland.
Bild: dpa
In der Gemeinde Sylt stürzt ein Vordach ein. Die Trümmer des meterlangen Betonanbaus liegen mitten im Zentrum Westerlands auf dem Gehweg. Rettungskräfte rücken an, die Bewohner:innen werden evakuiert. Wie kam es zu dem Vorfall?
Im Zentrum der Gemeinde Sylt ist am Montagabend (1. Juni) das Vordach eines Mehrfamilienhauses eingestürzt. Auf dem Gehweg vor dem demolierten Haus im Westerland lagen die dicken, abgebrochenen Betonplatten des etwa 30 Meter langen Dachs, der "Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag" (SHZ) berichtet sogar von 40 Metern.
Die Bewohner:innen des Gebäudes wurden kurzzeitig evakuiert. Auch Notarzt, Feuerwehr und das Technische Hilfswerk (THW) waren im Einsatz. Angaben einer Polizeisprecherin zufolge sei niemand bei dem Vorfall verletzt worden.
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Der Wohnkomplex in der Gemeinde Sylt beinhaltet Einzelhandelsgeschäfte im Unter- und Ferienwohnungen im Obergeschoss. Nach der Evakuierung konnte ein Statiker bestätigen, dass für die Hausbewohner:innen keine weitere Gefahr mehr bestehe. Dennoch seien Alternativunterkünfte bereitgestellt worden, sollte sich jemand unsicher fühlen.
Ursache für den Einsturz seien laut Polizei Baumängel an dem Gebäude. Der dadurch verursachte Schaden werde nach aktuellem Stand im fünf- bis sechsstelligen Bereich vermutet.
Ein "ohrenbetäubender Knall" habe die Anwohner:innen in der Dr.-Nicolas-Straße aufgeschreckt, wie der Fernsehsender Sylt1 berichtete. Das Gebäude, an dem sich der Vorfall ereignete, befand sich unweit vom Strand und direkt gegenüber des Freizeitbads "Sylter Welle".
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag (SHZ): "Einsturz in Westerland: 40 Meter langes Beton-Vordach stürzt auf die Straße vor Sylter Welle"
Sylt1: "Vordach in Westerland eingestürzt: Großeinsatz in der Dr.-Nicolas-Straße"
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