Schrecklicher Verdacht
Von Dingos umzingelt: Junge Frau liegt tot am Strand von Australien
Veröffentlicht:
von Joachim VonderthannAuf der australischen Insel K'gari ist eine Touristin möglicherweise von Dingos getötet worden.
Bild: Russell McPhedran/AP
Auf der Trauminsel K'gari in Australien wird eine 19-jährige Touristin aus Kanada tot am Strand vorgefunden. Zur Todesursache gib es einen schrecklichen Verdacht.
Das Wichtigste in Kürze
Am Strand der australischen Insel K'gari ist eine Touristin aus Kanada tot aufgefunden worden.
Ihr Leichnam war von einem Rudel Dingos umzingelt.
Mit den geschützten Wildtieren kommt es immer wieder zu Zwischenfällen.
Auf der australischen Trauminsel K'gari, füher als Fraser Island bekannt, sorgt ein Todesfall für Aufsehen: An einem beliebten Strand ist die Leiche einer kanadischen Touristin gefunden worden. Der Körper der 19-Jährigen war von zehn Dingos umgeben, wie die örtliche Polizei laut BBC mitteilte.
Leichnam einer jungen Frau am Traumstrand entdeckt
Dem Bericht zufolge hatten zwei Männer, die am Strand entlangfuhren, das Rudel Dingos entdeckt und bemerkt, dass sie sich um etwas versammeln. Es stellte sich heraus, dass es sich dabei um die Leiche einer jungen Frau handelte. Polizeikommissar Paul Algie erklärte gegenüber lokalen Medien: "Es war offensichtlich ein sehr traumatischer und entsetzlicher Anblick für sie."
Algie betonte, dass der Körper Spuren aufweise, "die darauf hindeuten, dass er von Dingos berüht" wurde. Ob die Kanadierin von den Dingos - hundeähnliche Raubtieren - angegriffen wurde oder möglicherweise ertrunken sei, müsse jedoch erst geklärt werden. .
Wurde die 19-Jährige von Dingos getötet?
Die 19-jährige Kanadierin arbeitete seit sechs Wochen in einem Hostel für Rucksacktourist:innen auf der Insel. Laut Informationen des australischen Nachrichtensenders ABC hatte sie Freunden mitgeteilt, dass sie früh am Morgen schwimmen gehen wollte. Gegen 5 Uhr morgens begab sie sich offenbar zum Strand. Ihre Leiche wurde später in der Nähe des bekannten Schiffswracks der Maheno, einem beliebten Ausflugsziel, gefunden.
Eine Autopsie soll weitere Derails über die genaue Todesursache liefern. Polizeikommissar Algie betonte: "Sie war eine junge Frau, die einen wunderschönen Teil der Welt genoss, und genau das macht dies zu einer solchen Tragödie."
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In der Nähe des bekannten Schiffswracks der Maheno wurde die tote Frau am Strand der australischen Sandinsel K'gari gefunden.
Bild: Reuters
Immer wieder Zwischenfälle mit der wilden Hundeart
Das Gebiet um die weltgrößte Sandinsel K’gari, die vor der Küste des australischen Bundesstaates Queensland liegt, ist bekannt für seine Population von Dingos – einer geschützten wilden Hundeart, die in den Nationalparks von Queensland als einheimische Art gilt. Die Tiere haben eine große kulturelle Bedeutung für die Bewohner:innen der Region. Dennoch warnte Algie eindringlich davor, sich den Wildtieren zu nähern: "K’gari ist ein Wildnisgebiet. Dingos sind Wildtiere und müssen auch so behandelt werden."
Auf der Insel kommt es immer wieder zu Zwischenfällen mit Dingos, die übrigens nicht bellen, sondern heulen wie Wölfe. Im Januar vor einem Jahr wurden innerhalb einer Woche gleich vier Tourist:innen von aggressiven Dingos angegriffen. Unter den Opfern waren drei Kinder.
FAQ: Dingos
Dingos kommen vor allem in Australien vor, etwa auf K’gari (früher Fraser Island) oder im australischen Outback. Tourist:innen können sie dort in freier Wildbahn sehen – allerdings meist aus der Distanz und oft nur mit etwas Glück oder auf geführten Touren.
Dingos sind grundsätzlich scheue Wildtiere, können aber gefährlich werden, wenn sie an Menschen und Futter gewöhnt werden. In einigen Nationalparks gelten deshalb strenge Regeln: keinen Dingo füttern, Abstand halten, Kinder nicht unbeaufsichtigt lassen und Lebensmittel immer sicher verstauen.
Als Spitzenrprädatoren halten Dingos die Bestände anderer Tiere wie Kängurus oder verwilderter Haustiere (z.B. Ziegen) in Schach. Dadurch können sie helfen, ökologische Gleichgewichte zu stabilisieren und Schäden an Vegetation und Agrarflächen zu begrenzen.
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Verwendete Quellen:
BBC: "Canadian woman found dead surrounded by dingoes on Australian beach"
Nachrichtenagentur dpa
Nachrichtenagentur Reuters
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