Zusammenhang?
Mehrere Explosionen in Frankfurt – 15-Jähriger festgenommen
Veröffentlicht:
von Fabia Söllner:newstime
So arbeitet die Polizei in Deutschland
Videoclip • 01:46 Min • Ab 12
Mehrere Explosionen in Frankfurt und Offenbach geben den Ermittlern Rätsel auf. Die Polizei prüft mögliche Zusammenhänge – und einen Verdacht: Wurde die Gewalt gezielt in Auftrag gegeben?
Das Wichtigste in Kürze
Mehrere Explosionen haben am Wochenende Frankfurt und Offenbach innerhalb kurzer Zeit erschüttert.
In Sachsenhausen wurde ein 15-jähriger Tatverdächtiger festgenommen.
Die Polizei prüft einen Zusammenhang mit dem Phänomen "Violence as a Service".
Mehrere Explosionen in Frankfurt und Offenbach beschäftigen derzeit die Ermittler:innen: Am frühen Montagmorgen (14. September) wurde im Frankfurter Stadtteil Bockenheim die gläserne Eingangstür eines Mehrfamilienhauses durch eine Explosion zerstört. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.
Anwohner wurden durch einen lauten Knall aus dem Schlaf gerissen. Motiv und Hintergründe sind bislang unklar. Die Polizei ermittelt in verschiedene Richtungen und prüft auch, ob ein Zusammenhang zu weiteren Explosionen vom Sonntag (13. September) besteht.
15-jähriger Tatverdächtiger soll Haftrichter vorgeführt werden
In Frankfurt-Sachsenhausen war am Sonntag (13. September) ein Kiosk stark beschädigt worden. Kurz nach der Tat nahm die Polizei in der Nähe einen 15 Jahre alten Tatverdächtigen fest. Er soll noch heute (14. September) einem Haftrichter vorgeführt werden.
Nur wenige Minuten zuvor hatte es auch in Offenbach eine Explosion gegeben. Dabei gingen die Scheiben einer Bar und eines gegenüberliegenden Cafés zu Bruch. Auch dort wurde niemand verletzt.
Diesmal kam es in einem Frankfurter Wohnviertel zu einer Explosion.
Bild: Mike Seeboth/dpa
Was hat es mit dem Phänomen "Violence as a Service" auf sich?
Ähnliche Vorfälle gab es im Rhein-Main-Gebiet bereits mehrfach. In Offenbach waren unter anderem eine Shishabar und ein Restaurant betroffen. Ein Schwerpunkt der Ermittlungen liegt deshalb auf dem Phänomen "Violence as a Service": Dabei lassen kriminelle Netzwerke Gewalttaten gegen Bezahlung von Dritten ausführen. Häufig werden dafür Minderjährige oder junge Täter über Messenger-Dienste und Online-Plattformen angeworben.
Ob dieses Modell auch hinter den aktuellen Explosionen steckt, ist bislang offen. Die Polizei prüft nun mögliche Verbindungen zwischen den Fällen und sucht nach den Hintermännern.
Auch in den News:
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Kriminalität
Erfurt: 28-Jähriger überfällt Senior und greift Polizisten an

Insekten
Wanzen breiten sich aus: Warum sie jetzt Schutz in Wohnungen suchen

Abgefahren
Autoreifen prüfen: So zeigt der 2-Euro-Trick den Verschleiß

Schutz im Auto
ADAC-Kindersitztest: Diese zwei Modelle fallen durch

Autobauer in der Krise
5,82 Milliarden Euro Verlust: Volkswagen tief in den roten Zahlen

Erpressung und Sabotage
Gen-Z-Mafia als Geheimdienst-Tool? Ex-Ermittler warnt vor großer Gefahr

