300-Millionen-Schiff reagiert nicht
Mark Zuckerberg: Ignorierte seine Luxusyacht diesen Notruf auf See? Sprecher äußert sich zu Vorwürfen
Veröffentlicht:
von Marie-Finn Bruker:newstime
Vor Gericht: Zuckerberg räumt Fehler ein (19. Februar)
Videoclip • 29 Sek • Ab 12
Vor der Küste Alaskas sendete ein Boot einen Hilferuf. Mark Zuckerbergs 300-Millionen-Dollar-Yacht soll in der Nähe gewesen sein, aber nicht reagiert haben. Was es damit auf sich hat.
Am Montagabend (10. August, Ortszeit) wechselte ein kleines Kreuzfahrtschiff im Süden Alaskas unerwartet den Kurs. Grund dafür war ein Beiboot, dem der Treibstoff ausgegangen war und das deshalb einen Funkruf abgesetzt hatte, so die Nachrichtenagentur Alaska Beacon. Eigentlich nichts Ungewöhnliches – bis auf den Eigentümer des Schiffes, das sich eigentlich am nächsten zu dem leergelaufenen Boot befunden, aber nicht geholfen hatte: die Luxusyacht des Tech-Milliardärs Mark Zuckerberg.
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Hat Zuckerbergs Yacht den Notruf ignoriert?
Nach Angaben von Alaska Beacon unter Berufung auf eine Sprecherin der US-Küstenwache sei der Notruf gegen 21:30 Uhr (Ortszeit) eingegangen. Später habe die Behörde feststellen können, dass sich das Schiff nicht in Not befand. Demnach habe man den Aufruf zur Hilfe weiter an Schiffe auf See delegiert, heißt es weiter. Das Kreuzfahrtschiff "Wilderness Legacy" soll diesem nach Angaben der Nachrichtenagentur geantwortet haben. Es sei von seinem Kurs abgewichen und dem Boot ohne Treibstoff zur Hilfe gekommen.
Schiffsverfolgungsdienste der Region sollen aber bezeugen, dass eigentlich der 300-Millionen-Dollar schwere Luxusdampfer des Meta-Chefs Mark Zuckerberg dem Notruf-Absender am nächsten lag. Sie zeigen den Angaben nach außerdem, wie die Yacht namens "Launchpad" in der Zeit des Funkspruchs kurz gestoppt, anschließend aber nicht mehr reagiert haben soll. In den sozialen Medien werfen Nutzer:innen nun der Besatzung vor, den Anruf ignoriert zu haben.
Auch in den News:
Wie ein Sprecher des Tech-Milliardärs gegenüber Alaska Beacon mitteilte, sei dies nicht der Fall gewesen. Man habe den Anruf der Küstenwache lediglich über einen anderen Funkkanal empfangen, hieße es in der Stellungnahme. "Als die Besatzung den Funkruf (...) empfing, war die Rettungsaktion bereits im Gange", so der Sprecher. Zuckerberg und seine Familie seien dabei nicht an Bord gewesen.
Mark Zuckerberg ist der Gründer und Chef des Facebook-Konzerns Meta. Täglich greifen rund 3,6 Milliarden Nutzer:innen auf eine der zu Meta gehörenden Apps zu. Für 2026 kündigte das Unternehmen Kapitalinvestitionen zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar an, hauptsächlich für den Ausbau von KI-Rechenzentren. Dahinter steckt womöglich Zuckerbergs Ziel, eine "persönliche Superintelligenz für jeden" zu entwickeln.
May 28, 2026, Seattle, Washington, USA: A drone view of the superyacht Launchpad, believed to be owned by Meta CEO Mark Zuckerberg, moored on Lake Union in Seattle, Washington, USA, on Thu., May 28, 2026. The yacht was built in 2024 and is 387 feet, cost approximately 00 million, and sails under the flag of Marshall Islands. This week Meta announced about 1400 layoffs in the Seattle region. (Credit Image: © M. Scott Brauer/ZUMA Press Wire
Bild: picture alliance / ZUMAPRESS.com
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Alaska Beacon: "Cruise ship helps stranded skiff and crew in Southeast Alaska as Zuckerberg yacht stands by"
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