Explosionen und sechs Verletzte
Hamburger Hafen: Brand großteils gelöscht
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von dpaSpuren des verheerenden Großbrandes im Hamburger Hafen
Bild: Marcus Golejewski/dpa
Der größte Brand auf dem Gelände des Hamburger Hafens konnte inzwischen gelöscht werden. Rund 120 Feuerwehrleute löschen weiterhin noch kleinere Brände sowie Glutnester.
Der strenge Geruch des verheerenden Großbrandes im Hamburger Hafen liegt auch am nächsten Tag noch in der Innenstadt in der Luft. Mehr als 21 Stunden nach dem Ausbruch des Feuers in einer Lagerhalle sind noch rund 120 Feuerwehrleute im Einsatz und löschen die vielen kleinen und größeren Brände sowie Glutnester. Die gute Nachricht aber ist: Der größte Brand auf dem Gelände konnte gelöscht werden. "In der großen Halle ist mittlerweile "Feuer aus" gemeldet worden", sagte ein Feuerwehrsprecher am Dienstagmittag (26. August) der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.
Abrücken aber werden die Feuerwehrleute so schnell wohl nicht: "Die Nachlöscharbeiten werden noch längere Zeit dauern." Und es sei weiterhin gefährlich, dem Feuer zu nahe zu kommen. "Aktuell kam es noch zu weiteren Explosionen durch Druckgasbehälter."
Der Brandort sei deshalb nach wie vor nicht freigegeben. Brandermittler der Polizei müssen warten. "In der Halle gibt es noch mehrere Glutnester, die Nachlöscharbeiten sind noch nicht abgeschlossen und die Brandgase vor Ort sind gesundheitsschädlich. Das wäre noch zu gefährlich."
Drei Einsatzkräfte unter den Verletzten
Durch das Feuer, das am Montagnachmittag im Stadtteil Veddel im Südosten Hamburgs ausgebrochen war, sind sechs Menschen verletzt worden. Die Feuerwehr hatte am Dienstagnachmittag keine neuen Informationen zu den Verletzten. Ein Sprecher der Hamburger Polizei sagte: Eine Frau, die zuvor als lebensgefährlich verletzt galt, ist inzwischen außer Lebensgefahr. Weitere Informationen lagen auch der Polizei nicht vor.
Das Feuer war ersten Erkenntnissen zufolge durch ein brennendes Auto in einer Lagerhalle ausgelöst worden. Mehrere in der Halle gelagerte Gasdruckbehälter explodierten daraufhin, wurden teils mehrere hundert Meter durch die Luft geschleudert und entfachten weitere Brände in der Umgebung. "Es sind über Stunden ununterbrochen die Druckgasbehälter durch die Luft geflogen", sagte ein Feuerwehrsprecher. Die zuerst am Brandort eingetroffenen Kollegen hätten noch "unter Einsatz ihres eigenen Lebens" einen Menschen gerettet.
Die Feuerwehr konnte deshalb am Montagabend auch erst Stunden nach der ersten Einsatzmeldung mit dem Löschen des Feuers beginnen. Zuvor wurde ein Sperrradius von 400 Metern angeordnet. Rund 320 Feuerwehrleute waren im Einsatz.
Feuerwehrsprecher: "Das war ein Flammenmeer"
Sie kämpften stundenlang gegen die Flammen, das Dach der großen Halle war zwischenzeitlich komplett eingestürzt. "Das war einfach ein Flammenmeer und es war lange sehr unübersichtlich", sagte der Feuerwehrsprecher weiter. Die Flughafenfeuerwehr und die Werksfeuerwehr von Aurubis unterstützten bei der Brandbekämpfung.
Um die Lage weiter unter Kontrolle behalten zu können, sollen jetzt die umstehenden und übereinander gestapelten Container kontrolliert werden. "Der Inhalt der Container ist uns nicht bekannt. Die werden jetzt zusammen mit dem Betreiber geöffnet." Im Anschluss soll die Lagerhalle abgetragen werden.
Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) sprach von einem spektakulären und extrem anspruchsvollen Einsatz auf der Veddel. Die Lage sei nun unter Kontrolle. Er dankte "allen Einsatzkräften, die beim Großbrand unter äußerst schwierigen Bedingungen hochprofessionell und engagiert zusammenarbeiten". Den Verletzten wünschte er schnelle und vollständige Genesung.
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