5.000 Euro Belohnung für Hinweise

24-Jähriger in Hamburg getötet: Sechs Verdächtige in Haft

Veröffentlicht:

von Andrea Ege

:newstime

So arbeitet die Polizei in Deutschland

Videoclip • 01:46 Min • Ab 12


Ein 24-Jähriger wird in einer Winternacht schwer verletzt an einer Straße in Hamburg-Eißendorf gefunden. Er stirbt im Krankenhaus. Nach monatelangen Ermittlungen sitzen nun sechs Verdächtige in Haft.

Das Wichtigste in Kürze

  • Hintergrund soll ein Streit um Geld gewesen sein.

  • Ein Bekannter alarmierte gegen 1:30 Uhr die Rettungskräfte.

  • Eine zunächst geschilderte Version des Geschehens wurde widerlegt.

Knapp neun Monate nach dem gewaltsamen Tod eines 24-Jährigen in Hamburg-Eißendorf sind sechs Tatverdächtige verhaftet worden. ie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wurden die Haftbefehle gegen die 19 bis 23 Jahre alten Männer heute vollstreckt. Alle sechs seien dringend des Totschlags durch Unterlassen verdächtig. Fünf von ihnen werde zudem gemeinschaftliche Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen.

Mehr Regio-News:

Streit um Geld in Hamburg-Wilhelmsburg

Die Beschuldigten sollen den 24-Jährigen am Abend des 6. Februar kontaktiert und zu einem Treffpunkt in Hamburg-Wilhelmsburg bestellt haben. Hintergrund seien Streitigkeiten um eine Geldforderung gewesen. Um ihn zur Zahlung zu bewegen, sollen sie unvermittelt massiv auf ihn eingeschlagen haben.

Die Ermittler:innen gehen davon aus, dass mehrere Beschuldigte dem bereits am Boden liegenden Mann auch gegen den Kopf traten. Anschließend sollen sie einen Komplizen kontaktiert haben, der den bewusstlosen und schwer verletzten 24-Jährigen zur Straße Göhlbachtal in Eißendorf fuhr.


Schwerverletzter stirbt nach Fund in Hamburg-Eißendorf

Die Beschuldigten verständigten außerdem einen Bekannten des 24-Jährigen. Dieser habe versucht, den Schwerverletzten zu reanimieren, und gegen 1:30 Uhr die Rettungskräfte alarmiert. Der 24-Jährige starb wenig später im Krankenhaus.

Ermittler widerlegen Schilderung eines Bekannten

Zwei Tage nach der Tat hatte die Polizei mitgeteilt, der 24-Jährige habe sich an jenem Abend mit einem 23-Jährigen an einer Bushaltestelle getroffen. Nach dessen Angaben waren beide anschließend zu Fuß durch den Stadtteil im Bezirk Harburg gegangen, als fünf maskierte Männer sie angegriffen hätten. Der 23-Jährige habe sich daraufhin von seinem Bekannten getrennt, um dem Angriff zu entkommen.

Belohnung 5.000 Euro

Später habe er vergeblich versucht, den 24-Jährigen telefonisch zu erreichen, und ihn nach stundenlanger Suche mit lebensgefährlichen Verletzungen gefunden. Im April teilte die Polizei mit, dass diese Darstellung widerlegt worden sei. Die Staatsanwaltschaft setzte eine Belohnung von 5.000 Euro für Hinweise zu der Tat aus.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Mehr entdecken