Rheinland-Pfalz
Großer Waldbrand im Westerwald: Ort gesichert, Waldgebiet aufgegeben
Veröffentlicht:
von Michael Reimers:newstime
Einfluss des Klimawandels auf Waldbrände
Videoclip • 01:28 Min • Ab 12
Bis auf 20 Meter waren die Flammen bereits an Häuser in Gebhardshain im Westerwald herangerückt. Vorübergehend mussten die Menschen aus Wohnhäusern einer Straße evakuiert werden. Der Einsatz ist noch nicht vorbei.
Es waren bange Stunden in Gebhardshain: Die Flammen eines Waldbrandes fraßen sich am Sonntagabend (16. August) bis auf etwa 20 Meter an erste Gebäude des Westerwaldortes heran, bis die Entwarnung kam. Die Lage war zwischenzeitlich so brenzlig, dass eine Straße mit 20 Haushalten rasch evakuiert werden musste. Das meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).
Gegen 19 Uhr dann die Entwarnung: "Ein Übergreifen der Flammen konnte die Feuerwehr verhindern", teilte der Kreis Altenkirchen auf Instagram mit. Die Lage sei insofern unter Kontrolle, "dass das Feuer in die gewünschte Richtung gelenkt wird, das Waldgebiet wird aufgegeben". Die Anwohner:innen durften wieder zurück in ihre Häuser. Der Einsatz soll aber noch bis weit in den Montag hinein andauern.
Schulgebäude stark verraucht: Unterricht in Gebhardshain fällt aus
Mehr als 300 Einsatzkräfte auch aus anderen Kreisen versuchten am Sonntag, die Flammen einzudämmen, Hubschrauber löschten aus der Luft. Vier Einsatzkräfte erlitten Verletzungen, einer kam ins Krankenhaus. Besonders gefährdet war zwischenzeitlich eine Schule – der Unterricht fällt dort nun aus, weil Gebäudeteile stark verraucht sind.
Die Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain liegt etwa 60 Kilometer östlich von Bonn in einer waldreichen Mittelgebirgsregion in Rheinland-Pfalz an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen.
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Zweiter Großeinsatz für Rheinland-Pfalz in kurzer Zeit
Für Feuerwehrleute in Rheinland-Pfalz war es der zweite Großeinsatz binnen weniger Tage: Erst am Freitag waren in der Vordereifel, bei Langscheid, Wald und Wiese in Flammen aufgegangen, auf einer Fläche von rund 50 Hektar. Die letzten Arbeiten – Glutnester aufspüren und löschen – dauerten am Sonntag noch an.
Die neue Woche könnte etwas Entspannung bringen: Das Risiko für Waldbrände in Rheinland-Pfalz schwächt sich in den kommenden Tagen voraussichtlich ab. Laut dem Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes wird am Montag an den meisten Stationen eine mittlere bis geringe Gefahr erwartet. Ab Mittwoch soll sogar überall nur noch Stufe 1 gelten, was bedeutet, dass die Gefahr sehr gering ist.
Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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