Saarland
Großeinsatz in St. Ingbert wegen möglicher radioaktiver Strahlung
Veröffentlicht:
von Michael ReimersDie Feuerwehr ist mit zahlreichen Kräften am Einsatzort.
Bild: Harald Tittel/dpa
Im Saarland sind Spezialkräfte für Strahlenschutz im Einsatz. Ein 24 Jahre alter Mann soll in einem Wohngebiet in St. Ingbert unsachgemäß mit radioaktiven Mineralien hantiert haben. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit besteht der Polizei zufolge nicht.
Polizei und Fachleute für gefährliche Stoffe sind an einem Großeinsatz im saarländischen St. Ingbert beteiligt. Es geht nach Angaben der Polizei um unsachgemäßen Umgang mit radioaktiven Mineralien, ersten Ermittlungen zufolge um in der Natur vorkommendes Gesteinsmaterial, das über eine natürliche Radioaktivität verfügt und mit weiteren Schwermetallen verunreinigt sein könnte. Wo genau dies gefunden wurde, war zunächst nicht bekannt, meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa) weiter. Maßnahmen laufen laut Polizei gegen einen 24 Jahre alten Mann. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe nach derzeitigem Kenntnisstand nicht.
Straße im betroffenen Wohngebiet in St. Ingbert gesperrt
Sollten im Zuge der Maßnahmen weitergehende Schutzmaßnahmen erforderlich werden, würden betroffene Personen unmittelbar informiert, kündigte die Landespolizeidirektion des Saarlandes mit. Der Einsatz läuft in einem Wohngebiet in St. Ingbert, eine Straße war deswegen komplett gesperrt, die Stadt St. Ingbert riet auf ihrer Internetseite, den Bereich weiträumig zu umfahren.
Der Polizei zufolge wird geprüft, um welches Material es sich genau handelt und um welche Menge. Dann soll das weitere Vorgehen beraten werden. Eine Festnahme gab es einem Polizeisprecher zufolge bislang nicht.
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Umweltministerium schaltet Hotline für Fragen von Bürger:innen
In einer Polizeimitteilung hieß es, bei mechanischer Verarbeitung des Gesteinsmaterials könnten sowohl Schwermetalle als auch radioaktive Partikel freigesetzt werden. Dabei entstehende Stäube bergen laut Polizei bei direktem ungeschütztem Kontakt ein Gesundheitsrisiko. Weitergehende Angaben machte die Polizei zunächst aus "ermittlungstaktischen Gründen" nicht.
Besorgte Bürger:innen können sich mit Fragen an das Umweltministerium in Saarbrücken wenden. An dem Einsatz beteiligt waren den Angaben zufolge auch Feuerwehren, für Strahlenschutz zuständige Behörden sowie sogenannte CBRN-Einheiten. Das sind Spezialkräfte für Fälle, bei denen es um Gefahren wegen chemischer, biologischer, radiologischer oder nuklearer Stoffe geht. Der Einsatz dürfte sich über eine längere Zeit hinziehen, sagte ein Polizeisprecher.
Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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