Tierangriff
Frau mitten in Hamburg von Wolf gebissen - was bekannt ist
Veröffentlicht:
von dpa:newstime
Wolfsangriff in Hamburgs Innenstadt
Videoclip • 01:36 Min • Ab 12
Nach mehreren Wolfsichtungen kommt es zu einem Zwischenfall mitten in der Hansestadt - noch sind viele Fragen offen.
Ein Wolf hat in Hamburg eine Frau gebissen und verletzt. Was bisher zu dem Zwischenfall bekannt ist - und was nicht.
Was wir wissen:
Ort: Der Vorfall, bei dem die Frau verletzt wurde, ereignete sich im Hamburger Bezirk Altona.
Bergung: Polizisten zogen den Wolf am späten Montagabend dann mit einer Schlinge am Anleger an der Binnenalster aus dem Wasser. Anschließend wurde das Tier abtransportiert und übergeben. Nun kümmert sich die Umweltbehörde um das Tier.
Wolfsichtungen: Laut früheren Angaben der Umweltbehörde hatten mehrere Menschen seit Samstag einen Wolf gesichtet. Zunächst sei dieser in Parks entlang des Falkensteiner Ufers in Blankenese beobachtet worden, später auch weiter östlich in Nienstedten und Othmarschen. Ein Wolfsexperte habe später anhand eines Videos und eines Fotos aus der Bevölkerung bestätigt, dass es sich zweifelsfrei um einen Wolf handele.
Was wir nicht wissen:
Verletzung: Die Polizei sagte zunächst nicht, wo der Wolf die Frau gebissen hat und wie schwer sie verletzt wurde. Unklar ist auch, ob sie in ein Krankenhaus gebracht wurde.
Angriff: Warum Wolf und Frau sich so nah waren und das Tier dann zubiss, ist unklar. Wölfe gelten als scheu und weichen Menschen in der Regel aus. Auch was danach passierte - und warum das Tier später im Wasser gefunden wurde - ist nicht bekannt.
Wolf: Zum Gesundheitszustand des Wolfs gab es zunächst keine Informationen. Warum das Tier sich in der Stadt aufhielt, ist ebenso unklar. Noch nicht sicher ist zudem, ob der Wolf dasselbe Tier ist, das seit Samstag von mehreren Menschen in Hamburg gesichtet wurde. Ein Sprecher der Leitstelle sagte aber, man halte es für wahrscheinlich, da nicht von mehreren dieser Tiere im Stadtgebiet ausgegangen werde.
Angriffe auf Menschen selten
Das Bundesumweltministerium schreibt auf seiner Internetseite: "Es gehört zum normalen Verhalten der Wölfe, dass sie gelegentlich auch tagsüber in Sichtweite von bewohnten Gebäuden entlanglaufen, nachts dann und wann Dörfer durchqueren oder am Dorfrand nach Nahrung suchen."
Übergriffe auf Menschen seien aber sehr selten, heißt es mit Verweis auf eine 2002 vom Norwegischen Institut für Naturforschung (NINA) veröffentlichte Studie. In der Vergangenheit gab es demnach nur wenige Fälle, in denen gesunde Wölfe einen Menschen angegriffen haben. "Wolfsangriffe auf Menschen lassen sich vor allem auf drei Ursachen zurückführen: Tollwut, Provokation und Futterkonditionierung."
In Deutschland war im August 2023 ein achtjähriger Junge aus Schleswig-Holstein im Filmtierpark Eschede nahe Celle von einem Wolf in die Brust gebissen worden. Die Familie hatte eine sogenannte "Tierbegegnung" gebucht, bei der der Wolf zunächst an der Hand des Kindes schnupperte und dann aus nicht bekannten Gründen zuschnappte. Der Junge wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht und nach ambulanter Behandlung entlassen.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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