Achtjähriger getötet
Fabians Mutter schildert Prozessauftakt: "Sie konnte mir nicht mal ins Gesicht gucken"
Veröffentlicht:
von Emre Bölükbasi:newstime
Emotionale Worte von Fabians Mutter
Videoclip • 01:54 Min • Ab 12
Ein Blick, der ausblieb. Beim Prozessauftakt um den getöteten Fabian aus Güstrow saß seine Mutter der Angeklagten gegenüber. Danach spricht sie über Wut, Tränen – und einen Moment, der bleibt.
Das Wichtigste in Kürze
Nach dem Prozessauftakt im Fall Fabian aus Güstrow schildert seine Mutter, wie sie der Angeklagten im Gerichtssaal gegenübersaß.
Sie berichtet von Wut, Tränen und einem Moment, der sie besonders getroffen habe.
Der erste Prozesstag dauerte nur wenige Minuten, hinterließ bei der Mutter jedoch tiefe Spuren.
"Ich wollte sie die ganze Zeit angucken, sie konnte mir nicht mal ins Gesicht gucken." Der Satz fällt leise, aber er trägt die Wucht des Dienstagmorgens (28. April) in sich. Dorina L., die Mutter des getöteten Fabian aus Güstrow, hat nach dem Prozessauftakt am Landgericht Rostock gegenüber :newstime in einem emotionalen Interview ihre Eindrücke mitgeteilt.
Sie saß nur wenige Meter von der Frau entfernt, die wegen der Tötung des Achtjährigen angeklagt ist. "Sie hat gleich nach unten geschaut", sagt die Mutter über den Moment, als die Angeklagte um 9:30 Uhr hereingeführt wurde.
Für Dorina L. ist es das erste direkte Gegenübersitzen – ein Augenblick, der sich einbrennt. In ihr sei zum Prozessauftakt "Wut aufgestiegen", sagt sie.
Die emotionalen Worte der Mutter siehst du oben im Video!
"Ich werde es schaffen für Fabi"
Als die Staatsanwaltschaft die Anklageschrift verliest, wurde es für die Dorina L. noch emotionaler. "Das war jetzt nochmal schwer, das vom Gericht zu hören", sagt sie. Jedes Wort werfe Bilder auf, "die einem in den Kopf schießen, wenn man sowas hört".
Tränen seien geflossen, dennoch habe sie versucht, die Fassung zu bewahren. "Ich habe versucht, stark zu bleiben. Mir sind auch die Tränen gelaufen. Aber ich werde es schaffen für Fabi."
Die ganze Story zum Fall Fabian:
Besonders das Verhalten der Angeklagten habe sie getroffen. Einmal habe sie hochgesehen, sie bemerkt – und dann wieder "gleich nach unten geschaut". Auch während der Verlesung habe sie nach unten geblickt und nach dem Eindruck der Mutter "zwischendurch nicht mal zugehört".
Trotz des rührenden Prozessauftakts gab sich die 30-Jährige kämpferisch. "Ich finde das maßlos, was sie dort getan hat, wie sie sich verhalten hat. Ich habe versucht, stark zu bleiben.
Auch in den News:
Tagelange Suche nach Fabian und ein schwerer Verdacht
Vor Gericht steht die frühere Partnerin von Fabians Vater. Die Staatsanwaltschaft wirft der heute 30‑Jährigen vor, den Jungen im Oktober 2025 in der Nähe von Güstrow getötet zu haben. Nach Überzeugung der Anklage soll die Tat im Zusammenhang mit der endgültigen Trennung vom Vater gestanden haben. Die Frau sitzt seit November 2025 in Untersuchungshaft. Der erste Verhandlungstag endete bereits nach 16 Minuten.
Fabian war zunächst als vermisst gemeldet worden. Nach tagelanger Suche hatte die Angeklagte der Polizei mitgeteilt, dass sie die Leiche Fabians entdeckt habe. Kurz darauf wurde sie selbst von der Polizei festgenommen.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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