Opfergabe und Festtagsgebet
Eid al-Adha: Diese wichtige Bedeutung hat das islamische Opferfest über die Religion hinaus
Aktualisiert:
von Max Strumberger:newstime
Das steckt hinter dem islamischen Opferfest Eid al-Adha
Videoclip • 01:17 Min • Ab 12
Das Opferfest ist das höchste Fest im Islam. Es wird zum Höhepunkt des Haddsch gefeiert und beginnt am zehnten Tag des letzten Monats im islamischen Kalender. Dieses Jahr findet das Fest von Dienstagabend (26. Mai) bis Samstag (30. Mai) statt. Erfahre, was hinter dem islamischen Feiertag steckt.
Das Wichtigste in Kürze
Für Muslime ist Eid al-Adha ein Moment des Innehaltens und einer der wichtigsten Feiertage ihrer Religion.
Man denkt an eine dramatische Prüfung im Koran, betet gemeinsam und verteilt Fleisch an Bedürftige.
Hinter den Ritualen steckt ein klares Signal, das weit über religiöse Grenzen hinausweist.
Mit dem islamischen Opferfest Eid al-Adha begehen Muslime weltweit einen der höchsten Feiertage ihrer Religion. Das Fest fällt in die Zeit der Pilgerfahrt nach Mekka, dem Hadsch, und markiert deren Höhepunkt. In vielen Ländern stehen an diesem Tag öffentliche Gebete, Familienbesuche und gemeinsame Mahlzeiten im Mittelpunkt. Zugleich geht es um eine zentrale Botschaft des Islams: Vertrauen in Gott – und Verantwortung füreinander.
Religiöse Grundlage des Festes ist die Überlieferung, dass der Prophet Ibrahim (im Christentum und Judentum als Abraham bekannt) bereit gewesen sein soll, seinen Sohn Gott zu opfern. In letzter Sekunde, so die Erzählung, griff Gott ein und ersetzte das Kind durch ein Tier. Muslime erinnern mit Eid al-Adha an diese Prüfung des Glaubens und deuten sie als Symbol für bedingungslose Hingabe – aber auch für göttliche Barmherzigkeit.
Tier wird in drei Teile geteilt
Zentrales Ritual ist die Schlachtung eines Tieres – meist eines Schafs, einer Ziege, einer Kuh oder eines Kamels – nach genau festgelegten Regeln. Das Fleisch wird traditionell in drei Teile geteilt: Ein Teil bleibt für die eigene Familie, ein weiterer wird an Verwandte und Nachbarn verteilt, der dritte ist ausdrücklich für Bedürftige bestimmt. Auf diese Weise soll deutlich werden, dass religiöse Frömmigkeit ohne soziale Gerechtigkeit unvollständig bleibt.
Neben der Opfergabe spielen das gemeinsame Festtagsgebet in der Moschee oder auf großen Freiflächen sowie Spenden eine wichtige Rolle. Gläubige nutzen die Tage rund um Eid al-Adha, um Streit beizulegen, Kranke zu besuchen und Schulden zu begleichen. In vielen Ländern organisieren Hilfsorganisationen Fleischverteilungen und Geldspenden, damit auch ärmere Menschen am Fest teilhaben können – oft weit über nationale Grenzen hinweg.
Auch in den News:
Rituelle Schlachtung in der Kritik
Gleichzeitig wird das Opferfest immer wieder kontrovers diskutiert, etwa mit Blick auf Tierschutz, Hygienestandards oder die Rolle von Religion im öffentlichen Raum. Islamische Verbände betonen, die rituelle Schlachtung sei an strenge Vorschriften gebunden und dürfe nicht gedankenlos erfolgen. Für viele Muslime bleibt Eid al-Adha deshalb ein Prüfstein: Der Glaube soll nicht nur im Gebet sichtbar werden, sondern im verantwortungsvollen Umgang mit Tieren, Ressourcen – und den Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind.
FAQ: Eid al-Adha
An Eid al-Adha, dem Opferfest, wird an die Bereitschaft von Stammvater Abraham erinnert, einen seiner Söhne zu opfern, um Gott seinen Glauben zu beweisen. Das viertägige Fest ist neben dem Fest zum Ende des Fastenmonats Ramadan (Eid al-Fitr) die wichtigste Feier im Islam.
Das Opferfest beginnt am zehnten Tag des letzten Monats im islamischen Kalender und ist zugleich der Höhepunkt der Wallfahrt Hadsch in Mekka.
In muslimisch geprägten Ländern vor allem in Nahost, Afrika und Asien beginnt der Feiertag mit einem besonderen Gebet in der Moschee, zu dem sich viele festlich anziehen. Traditionell gibt es rituelle Schlachtungen, bei denen vor allem Schafe und Ziegen, teilweise aber auch Kühe oder Kamele geschächtet werden.
Eid al-Adha, auch Opferfest genannt, ist eines der wichtigsten religiösen Feste im Islam. Das mehrtägige Fest soll an die Bereitschaft von Stammvater Abraham erinnern, einen seiner Söhne zu opfern, um Gott seinen Glauben zu beweisen. Zusammen mit dem Zuckerfest Eid al-Fitr zum Ende des Fastenmonats Ramadan ist es das bedeutendste Fest für gläubige Muslime. Das Opferfest ist zugleich der Höhepunkt der Wallfahrt Hadsch in Mekka. Es beginnt immer am zehnten Tag des letzten Monats im islamischen Kalender.
Grundlegende Bedeutung:
Das viertägige Fest soll an die Bereitschaft von Stammvater Abraham erinnern, einen seiner Söhne zu opfern, um Gott seinen Glauben zu beweisen.
Ablauf und Rituale:
Der Feiertag beginnt mit einem besonderen Gebet in der Moschee, zu dem sich viele festlich anziehen. Im Lauf des Tages finden rituelle Schlachtungen statt, bei denen häufig Schafe und Ziegen, teilweise aber auch Kühe oder Kamele geschächtet werden.
Das Fleisch der geschlachteten Tiere wird zwischen Angehörigen der Familie und Freunden aufgeteilt, und ein Teil wird an Bedürftige verteilt. Üblich ist auch, Familie und Freunde zu besuchen oder diese zu Hause zu empfangen.
Zeitpunkt:
Das Fest beginnt immer am zehnten Tag des letzten Monats im islamischen Kalender. Der Beginn des Festes richtet sich nach dem islamischen Mondkalender und kann in verschiedenen Ländern variieren.
Verbindung zur Wallfahrt:
Eid al-Adha ist zugleich der Höhepunkt der laufenden Wallfahrt Hadsch in Mekka.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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