Tragödie in der Schweiz

Bar-Brand in Crans-Montana: Zahl der Opfer steigt auf 40

Aktualisiert:

von dpa

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Brand in der Schweiz: Das ist bislang bekannt

Videoclip • 01:43 Min • Ab 12


Was als festliche Nacht im Schweizer Skiort Crans-Montana begann, wurde zur Tragödie: Eine Explosion riss in der Bar "Le Constellation" zahlreiche Menschen in den Tod.

Das Wichtigste in Kürze

  • Schock und Bestürzung sind groß nach dem verheerenden Brand bei einer Silvesterparty im Schweizer Skiort Crans-Montana.

  • Die Behörden geben weitere Details bekannt.

  • Die Zahl der Toten und Verletzten steigt.

Bei dem Brand in einer Bar im Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana sind nach offiziellen Angaben ungefähr 40 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 115 weitere Menschen seien verletzt worden, die meisten von ihnen schwer, sagte der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Frédéric Gisler. Es werde "wahrscheinlich auch Opfer aus dem Ausland" geben.

Der Brand war in der Nacht gegen 1.30 Uhr in der Bar "Le Constellation" ausgebrochen. Dort hatten Hunderte Menschen Silvester gefeiert. Die Ursache für den Brand ist unklar. "Es gibt mehrere Hypothesen", sagte Beatrice Pilloud, Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis. Eine Möglichkeit sei, "dass der gesamte Raum Feuer gefasst hat, und dass das zu einer Explosion geführt hat". Einige Opfer schwebten am Abend noch in Lebensgefahr.

Brand in Crans-Montana womöglich durch Kerzen ausgelöst

Augenzeuginnen hatten dem französischen Sender BFMTV gesagt, das Feuer sei durch Kerzen ausgelöst worden, durch die die Decke Feuer gefangen habe. Der italienische Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado, spekulierte über einen Feuerwerkskörper. "Das Drama ist erst ein paar Stunden her und ich kann nichts bestätigen. Die Untersuchung läuft", sagte Pilloud.

"Es herrschte absolute Panik, alle schrien", berichteten die Französinnen Emma und Albane im Sender BFMTV über die dramatischen Momente nach dem Ausbruch des Feuers. "Jemand schlug ein Fenster ein, damit die Leute rauskamen." Ein anderer Augenzeuge, Samuel Rapp, berichtete von schreienden jungen Menschen auf der Straße mit versengten Haaren, die sich die Kleider vom Leib rissen. "Es war der Horror", sagte er dem Schweizer Fernsehen.


"Viele Schwerverletzte, viele stark Verbrannte"

Die Identität der Toten und Verletzten ist noch unklar. "Die Identifizierung der Körper, auch der Verletzten, kann leider noch etwas Zeit brauchen. Wir haben vollstes Vertrauen in die Teams, die sich um die Identifizierung kümmern", sagte der Präsident der Regierung im Kanton Wallis, Mathias Reynard. "Wir haben viele Schwerverletzte, viele stark Verbrannte."

Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin besuchte am Neujahrstag den Unglücksort. "Es handelt sich um eine der schlimmsten Tragödien, die es in der Geschichte dieses Landes gab. Wir sind bestürzt", sagte er. Er kündigte an, dass das Unglück aufgearbeitet werde. "Es wird Untersuchungen geben, damit wir herausfinden, wie es zu diesem Drama kommen konnte. Wir sind es den Opfern schuldig, dass wir die Ursachen herausfinden."

Crans-Montana ist einer der bekanntesten Touristenorte in den Schweizer Alpen und über Feiertage wie Weihnachten und Neujahr mit Tausenden Besuchern aus aller Welt meist ausgebucht.

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