Debatte über Straftäter
Umfrage-Hammer: So viele fordern Abschiebungen in unsichere Länder
Aktualisiert:
von Emre Bölükbasi:newstime
Dobrindt für "heimatnahe" Abschiebung
Videoclip • 01:17 Min • Ab 12
Seit der blutigen Messerattacke in Mannheim erhitzt eine Frage die Gemüter: Sollten kriminelle Geflüchtete auch in unsichere Staaten abgeschoben werden? Eine Umfrage unter Bürger:innen zeigt ein eindeutiges Ergebnis.
Das Wichtigste in Kürze
Sollten kriminelle Ausländer:innen in ihre Herkunftsländer abgeschoben werden, auch wenn diese unsicher sind? Diese Frage sorgt seit der Messerattacke in Mannheim für viel Gesprächsstoff.
Während die Meinungen in der Politik auseinandergehen, zeichnet sich einer von :newstime in Auftrag gegebenen Umfrage zufolge ein eindeutiges Bild ab.
Der überwältigende Teil der Bundesbürger:innen ist demnach für Abschiebungen in unsichere Herkunftsländer.
Ein Großteil der Bundesbürger:innen ist laut einer aktuellen Umfrage für die Abschiebung ausländischer Straftäter:innen auch in unsichere Herkunftsländer. Wie aus einer von :newstime in Auftrag gegebenen Civey-Umfrage hervorgeht, sprechen sich 88 Prozent der Befragten dafür aus.
Lediglich 8 Prozent der Umfrageteilnehmer:innen sind demnach gegen die Ausweisung ausländischer Krimineller in Herkunftsländer mit hohem Sicherheitsrisiko. Die restlichen 4 Prozent der Befragten sind laut der Umfrage unentschlossen.
Die repräsentative Online-Umfrage wurde am Dienstag (4. Juni) und Mittwoch (5. Juni) durchgeführt. Rund 2.500 Bundesbürger:innen ab 18 Jahren nahmen an der Befragung teil.
Hitzige Debatte in der Politik
Die Debatte über Abschiebungen wurde unmittelbar nach der blutigen Messerattacke in Mannheim am Freitag (7. Juni) losgetreten. Ein Afghane hatte Teilnehmer:innen einer Kundgebung des islamfeindlichen Aktivisten Michael Stürzenberger angegriffen und verletzt. Ein Polizist wurde bei dem mutmaßlich islamistischen Angriff getötet.
Da der Täter 2013 als Teenager nach Deutschland gekommen war, wurde nach dem Messerangriff mehrfach dessen Abschiebung in sein Herkunftsland gefordert. Seit der Taliban-Machtübernahme in Kabul im Jahr 2021 schiebt Deutschland jedoch niemanden in das Land ab, da das dortige Sicherheitsrisiko als zu hoch bewertet wird.
Unter anderem die CDU und die AfD sprechen sich aber für die Abschiebung krimineller Geflüchteter in unsichere Herkunftsländer wie Afghanistan und Syrien aus.
Im Video: Nach Messerangriff in Mannheim: Politik will strikter gegen Terroristen vorgehen
Verwendete Quellen:
Civey-Umfrage
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