Rekordsumme bei Titelgewinn

Was verdienen unsere WM-Spieler?

Veröffentlicht:

von Joachim Vonderthann

:newstime

DFB-Team im WM-Quartier angekommen

Videoclip • 32 Sek • Ab 12


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Die FIFA zahlt dem kommenden Fußball-Weltmeister so viel Geld wie noch nie. Auch die deutschen WM-Spieler dürfen von einer Rekordsumme träumen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei der am Donnerstag beginnenden Fußball-WM schüttet die FIFA Rekordsummen aus.

  • Der DFB will diesmal aber keine konkreten Prämien für die Nationalspieler veröffentlichen.

  • Für einige Nationen könnte das Großereignis aber auch rote Zahlen mit sich bringen.

Wenn am Donnerstag (11. Juni) die Fußball-WM in Mexiko, Kanada und den USA startet, geht es für die 48 Teams vor allem um den Titelgewinn - aber auch um sehr viel Geld. Dem kommenden Weltmeister zahlt der Weltverband FIFA die Rekordsumme von 50 Millionen US-Dollar. Der unterlegene Finalist bekommt immerhin noch 33 Millionen US-Dollar.  Vor vier Jahren in Katar gab es 42 Millionen für den Gewinner Argentinien und 30 Millionen für den Verlierer Frankreich.

Für den letzten WM-Gewinn der deutschen Nationalmannschaft, 2014 in Brasilien, kassierte der DFB damals 35 Millionen Dollar. Jeder Spieler des Teams um Kapitän Philipp Lahm wurde mit 300.000 Euro belohnt. Für den WM-Triumph 2022 in Katar wären 400.000 Euro pro Person fällig geworden. Da die deutsche Elf dort aber schon in der Vorrunde scheiterte, stand diese Summe nicht zur Disposition.


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Deutsche WM-Spieler bekämen bei Titel mehr Geld

Doch wie viel Geld würde die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann bei einem Sieg bei der WM 2026 erhalten? Darüber schweigt sich der Deutsche Fußball-Bund diesmal entgegen den bisherigen Gepflogenheiten aus. "Wir werden keine Zahlen nennen", sagte DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig kürzlich. Ganz ohne Hinweis blieb Rettich aber doch nicht: "Ich kann nur so viel sagen: Wenn die Mannschaft Weltmeister wird, dann gibt es mehr als in Katar, weil auch deutlich mehr reinkommt."

Vielen Fußball-Nationen droht ein Minusgeschäft

Trotz steigender Ausschüttungen sehen viele Verbände die wirtschaftliche Lage rund um das Turnier kritisch. Grund dafür sind unter anderem hohe Reiseausgaben und steuerliche Rahmenbedingungen in den USA. Deshalb hatten nationale Verbände wie der DFB auf Nachbesserungen bei den FIFA-Zahlungen gedrängt. Die FIFA erhöhte das Antrittsgeld von 9 auf 10 Millionen US-Dollar. Außerdem stieg die Zahlung zur Turniervorbereitung von 1,5 auf 2,5 Millionen US-Dollar.

Rettig warnte dennoch vor zu viel Optimismus. Der DFB-Geschäftsführer sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Auch wenn der Weltverband die Prämien nach Intervention der Föderationen angepasst hat, kann man schon heute absehen, dass es für eine europäische Nation, die nicht ins Halbfinale kommt, schwer wird, wirtschaftlich schwarze Zahlen zu schreiben."

WM-Titel lässt sich vielfach vergolden

Auch Sportökonom Christoph Breuer von der Deutschen Sporthochschule Köln sieht Risiken für viele Teams. "Am härtesten wird es die Nationen treffen, die groß planen, feudal wohnen, aber dann schnell ausscheiden", sagte er vor kurzem. Ein frühes Aus könne bei großen Fußball-Nationen die gesamte Finanzplanung durcheinanderbringen, weil erwartete und tatsächliche Einnahmen dann weit auseinanderliegen.

Für erfolgreiche Teams kann sich die WM finanziell dagegen deutlich lohnen. Breuer erklärte: "Erfolgreiche Nationen verdienen durch die Erfolgsprämien mit einer WM auch mehr Geld. Dazu gibt es einen Imagegewinn, der weitere ökonomische Erlöse zur Folge haben kann."

Gerade für den Weltmeister könne ein Turnier deshalb nicht nur durch das Preisgeld, sondern auch durch bessere Vermarktung und leichtere Sponsorensuche attraktiv sein. Ob das diesmal auf die deutsche Nationalmannschaft - nach den Vorrunden-Pleiten 2018 und 2022 - zutrifft, wird man allerspätestens am 19. Juli, dem Finaltag, sehen.


Verwendete Quellen:

sportschau.de: "Ein Pokal, mehrere Auszeichnungen und viel Geld"

Nachrichtenagentur dpa

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